Schock-Nachricht für Boateng: Saison-Aus, WM-Teilnahme in Gefahr!

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Wir lassen uns nichts gefallen

- Fix und fertig sei sie - Monika Well-Hösl direkt nach dem Auftritt im Fraunhofer in München. Sie beklagt sich etwas über die schlechte Luft und meint, die Pause seit dem letzten richtigen Konzert merke man einfach. Sechs Wochen waren vergangen, seitdem die Wellküren gemeinsam auf der Bühne standen. Die Wellküren, das sind Moni, Burgi und Vroni, drei Schwestern aus der bayerischen Musikerfamilie Well, die mit ihrem Stubnmusi-Kabarett mittlerweile weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt sind.

<P>Wenige Minuten später am Wirtshaustisch scheint die Moni schon wieder fit zu sein. Sie ist die erste, die redet; wie auf der Bühne übernimmt sie die Führungsrolle. Zumindest zu Beginn. Dann mischen sich auch Burgi und Vroni ein, und nicht selten passiert es, dass alle drei gleichzeitig reden. Aber doch in Eintracht. "Wir sind halt Schwestern, das ist unser Vorteil. Da gibt es keinen Chef, wir arbeiten einfach zusammen", erklären sie einhellig - im Dreigesang, wie er gerade noch auf der Bühne zu hören war. Heute erhalten die Wellküren den Ernst-Hoferichter-Preis. Er wird ausschließlich an Autoren vergeben, die eine enge Verbindung zu München erkennen lassen. Worin diese bei den Wellküren besteht?</P><P>Stubnmusi-Kabarett</P><P>"Wir haben in München angefangen, im Muh hatten wir 1986 unseren ersten Auftritt", meint Moni. "Außerdem mögen wir München." Eigentlich kommt die Well-Familie aus Oberschweinbach, genau zwischen Augsburg und München, wenige Kilometer von der Grenze zu Schwaben entfernt. Auf den Preis sind sie ausgesprochen stolz. "Der Hoferichter ist die wichtigste Auszeichnung, die wir bis jetzt erhalten haben. Wir freuen uns wirklich sehr. Das ist unser größter Erfolg." Und dann erzählen sie von den anderen Preisen, die ihnen verliehen wurden. Der Otto Sprenger-Preis in Hamburg zum Beispiel. "Keine Ahnung, warum wir den gekriegt haben. Aber immerhin waren wir in Hamburg und haben dort Labskaus gegessen. Der zweite Preis, das Ravensburger Kupferle allerdings war toll, weil das ein Publikumspreis ist."</P><P>Seit 18 Jahren stehen die Wellküren gemeinsam auf der Bühne, vier CDs haben sie bereits veröffentlicht. Mit ihrer Volksmusik-Kabarett-Mischung aus Frauenperspektive sind sie längst aus dem Schatten ihrer Brüder, der Biermösl Blosn, herausgetreten. Obwohl: "Wir sind nie im Schatten unserer Brüder gestanden", berichtigt Burgi. "Unter uns gibt es keine Konkurrenz, wir machen zusammen Musik. Vielleicht sind unsere Themen nicht so politisch wie bei der Biermösl Blosn, dafür eher gesellschaftskritisch."</P><P>Eine unglaubliche Harmonie scheint zu herrschen in der Well-Familie, und das bei insgesamt 15 Geschwistern. Die Wellküren finden das ganz normal und verweisen auf ihren Vater, der Musiklehrer und Chorleiter war: "Für uns ist diese Familie nichts besonderes. Wir hatten einfach Glück mit unserem Vater. Mit seiner Musikalität hat er die ganze Familie geprägt."</P><P>Doch auch die Mutter hatte einen nicht zu verleugnenden Einfluss auf die Drei. "Wir sind sehr selbstbewusst erzogen worden. Wir lassen uns nichts gefallen. Wenn du unsere Mutter siehst, dann weißt du auch warum." Ja, man könne sie ruhig als Powerfrauen bezeichnen. Eine ebensolche ist für das Trio auch Familienministerin Renate Schmidt. "Sie ist eine Frau, die weiß, was sie will, und sich gegen viele Widerstände durchgesetzt hat." Auf Schmidts Einladung waren die Wellküren in der vergangenen Woche im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu Besuch bei Kanzler und SPD. Die Politprominenz hat sie stark beeindruckt. "Das war wirklich ein Erlebnis", erinnert sich Vroni, und Burgi fügt überraschend hinzu: "Auch der Hans Eichel ist ein sehr netter Mensch."</P><P>Und dann versteht man, was die Wellküren so sympathisch macht. Eine ungezwungene Freundlichkeit strahlt aus den drei Gesichtern, eine ganz natürliche Ehrlichkeit, jedoch weit entfernt von klischeehaftem Bayerntum. Auf der Bühne oder im persönlichen Gespräch, die Wellküren erzählen aus ihrem Leben, ihrer direkten Umgebung - und sie machen das, was sie schon immer gemacht haben: Musik.</P>

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