Laszives "Weibs-Bild"

Gloria Gray als Pin-up-Girl: - Sündig rote Lippen, laszive Pose, Strapse, echte Nylons - und das gleich im Dutzend. Mal liegend, die Beine nach oben geschlagen, mal mit Schirmchen auf einem hochbeinigen Barhocker posierend, mal als Vamp in Nahaufnahme ist Gloria Gray ab morgen im Lenbach zu bestaunen. In der Bar, im Entree, im Restaurant, sogar auf den Toiletten wird die Entertainerin in Hochglanz und im Großformat von der Wand strahlen, aufgenommen vom Folker Schellenberg.

"Für mich war das etwas völlig Neues", sagt die blonde Diva, die sich für die Ausstellung "Weibs-Bilder!" erstmals als Pin-up-Model ablichten ließ. Dabei ist sie in der Inszenierung der eigenen Person durchaus nicht ungeübt. "Die Idee für die Fotoaufnahmen hatte allerdings der Folker", sagt Gray.

Seit den 1920er-Jahren gibt es die Kunst der Pin-ups. Die Kult-Königin aller Pin-ups war Bettie Page, die in den 50er-Jahren den Männern reihenweise die Köpfe verdrehte. Wieder in Mode gebracht hat diese Art der Darstellung Dita von Teese, die Noch-Ehefrau von Schockrocker Marilyn Manson.

Ungefähr 20 Foto-Sessions von jeweils vier bis fünf Stunden haben Schellenberg und Gray für die 31 Motive, die jetzt gezeigt werden, absolviert. Wobei einige mehr Aufnahmen genießen dürfen als andere: Acht Bilder hängen in der Herrentoilette, bei den Damen nur ein exklusives Portrait.

"Nur wer nicht schüchtern ist, bekommt alles zu sehen", orakelt Gloria Gray, zwischen Kleiderprobe und Maniküre. "Es ist ja noch so viel zu tun", stöhnt sie. Viel Zeit bleibt nicht mehr, am morgigen Dienstag ist die Vernissage. Bis 15. Mai hängen die Bilder im Lenbach, ab kommenden Freitag sind sie auch im Internet zu bewundern, inklusive eines "Making of".

Mehr Informationen:

www.gloriagray.com

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