Lebendigeres Klagenfurt

- Mit der Literaturkritikerin Iris Radisch leitet erstmals eine Frau den Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis. Insgesamt 18 Autoren nehmen diesmal am "Wettlesen" aus noch nicht veröffentlichten Texten vom 25. bis 29. Juni in Klagenfurt teil. Auf Anregung des bisherigen Jury-Vorsitzenden Robert Schindler wurde die Zahl der Teilnehmer erhöht. Von einer größeren Vielfalt erhoffen sich die Veranstalter eine lebendigere Diskussion in der Jury. Auch die Zahl der Juroren, darunter mehr Autoren als bisher, wurde auf neun erhöht. Neben dem mit 22 500 Euro dotierten Hauptpreis werden bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in der Kärntner Hauptstadt vier weitere Preise vergeben.

<P>In den vergangenen Jahren war die Jury zunehmend selbst in die Kritik geraten: Die Diskussionen seien zu akademisch, die Bewertungskriterien nicht nachvollziehbar. Der österreichische Schriftsteller Josef Haslinger, die Schweizerin Friederike Kretzen und die in der Slowakei geborene Ilma Rakusa sind erstmals in Klagenfurt dabei. Die Seite der Literaturkritik und -wissenschaft vertreten Daniela Strigl, Thomas Steinfeld, Norbert Miller und Ursula März. Einziges bekanntes Gesicht neben Radisch ist der Autor Burkhard Spinnen. <BR><BR>14 der Autoren kommen aus Deutschland: Henning Ahrens (geboren 1964, lebt in Handorf), Katrin de Vries (1959, Dollart), Susanne Fischer (1960, Hohne), Christina Griebel (1973, Berlin und Frankfurt/Main), Christof Hamann (1966, Wuppertal), Lukas Hammerstein (1958, München), Gregor Hens (1965, Columbus, USA), Ulla Lenze (1973, Köln), Sünje Lewejohann (1972, Berlin und Leipzig), Norbert Müller (1963, Berlin), Inka Parei (1967, Berlin), Farhad Showgi (1961, Hamburg), Kristof Schreuf (1963, Hamburg), sowie Feridun Zaimoglu (1964, Kiel). <BR><BR>Aus Österreich lesen Oswald Egger (1963, Wien) und Olga Flor (1968, Graz), aus der Schweiz nehmen Christine Rinderknecht (1954, Zürich) und Michael Stauffer (1972, Biel) teil. <BR><BR></P>

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