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Links der Favorit: Sammlungsleiter Matthias Mühling. Rechts die Mitbewerberin aus Nürnberg: Angelika Nollert.

Mühling oder Nollert?

Lenbachhaus: Wer wird neuer Direktor?

München - Neue Spitze fürs Münchner Lenbachhaus gesucht: Der Kulturausschuss hört sich die Konzepte von Matthias Mühling und Angelika Nollert an. Es gibt bereits einen Favoriten.

Überzeugend, so ist aus Münchens Kulturausschuss zu hören, seien sie beide gewesen. Matthias Mühling, Sammlungsleiter und Kurator am Münchner Lenbachhaus, sowie seine Mitbewerberin Angelika Nollert, Direktorin des Neuen Museums in Nürnberg. Am Donnerstag waren beide in die nichtöffentliche Sitzung geladen, um ihre Konzepte fürs Lenbachhaus vorzustellen. Das städtische Museum sucht bekanntlich einen Nachfolger für Helmut Friedel, dessen Vertrag Ende 2013 ausläuft.

Dass die Stadt die Spitzenposition öffentlich ausgeschrieben hat, dies hat manchen überrascht – für solche prominente Positionen ist es eigentlich Usus, mögliche Kandidaten direkt anzusprechen. Hauptgrund dafür dürfte gewesen sein, dass man den Eindruck einer Kronprinzen-Kür vermeiden wollte: Matthias Mühling, seit sieben Jahren im Lenbachhaus aktiv, gilt als Favorit Helmut Friedels.

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Und auch wenn nach Sichtung der Bewerbungen diese beiden Kandidaten gewissermaßen „offiziell“ übrig geblieben sind und Angelika Nollert, wie berichtet wird, eine höchst akzeptable Kür im Kulturausschuss absolviert hat: Es gilt als ausgemacht, dass Matthias Mühling mindestens mit den Stimmen der rot-grünen Stadtratsmehrheit gewählt wird. Der 44-Jährige hat in Bochum und Münster studiert, promovierte über die „Wörter in der Malerei“, publizierte auch für Zeitungen zahlreiche kunsthistorische Texte und war zwischen 2003 und 2005 an der Hamburger Kunsthalle beschäftigt.

Nach der Beratung werden sich nun die Fraktionen mit dieser für die Stadt so wichtigen Personalie beschäftigen, innerhalb der nächsten Wochen ist das Lenbachhaus dann Thema im Stadtrat – die Entscheidung könnte also erst im neuen Jahr fallen.

Von Markus Thiel

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