Limes zählt zum Weltkulturerbe

- Der deutsche Teil des römischen Grenzwalls Limes ist zum Weltkulturerbe erklärt worden. Dies entschied die UN-Kulturorganisation UNESCO im südafrikanischen Durban. Der rund 1 900 Jahre alte und 550 Kilometer lange obergermanisch-raetische Limes zieht sich durch die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech sagte am Freitag in Stuttgart, mit der Aufnahme des Limes finde ein gemeinsames Projekt der Bundesländer nach über vier Jahren seinen erfolgreichen Abschluss. Rech erklärte, viel Beachtung habe dabei die internationale Perspektive des Limes-Projekts gefunden. Es sei ein grundsätzlich neuer Ansatz des Welterbe-Programms, dass an einem Weltkulturerbe-Denkmal mehrere Staaten beteiligt seien.

Der englische Hadrians Wall, der bereits seit 1987 auf der Welterbeliste sei, und der obergermanisch-raetische Limes sollten zusammen die ersten beiden Teilabschnitte eines "transnationalen Weltkulturerbes" bilden, das in Zukunft einmal zwei Dutzend Staaten entlang der Außengrenzen des ehemaligen Römischen Reiches umfassen solle. Die 2003 gegründete Deutsche Limeskommission koordiniert künftig alle Aktivitäten, die Schutz, Erforschung und touristische Präsentation des Bodendenkmals beträfen.Der obergermanisch-raetische Limes umfasst etwa eine Fläche von 250 Quadratkilometer und durchzieht über 150 Kommunen und 20 Landkreise, wie Rech berichtete. Auf einer Gesamtlänge von 550 Kilometer finden sich etwa 120 kleinere und größere Kastelle und etwa 900 Wachttürme.

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