Literaturfest München: 20 000 Besucher erwartet

München - Das neue Literaturfest München soll ähnlichen Veranstaltungen in anderen Städten in nichts nachstehen. Mindestens 20 000 Besucher werden zu dem Festival erwartet, wie die Veranstalter am Mittwoch in München mitteilten.

"München ist eine der größten Literatur- und Verlagsstädte der Welt", sagte der Kulturreferent der Stadt, Hans-Georg Küppers. "Diese Verlagsstadt verdient durchaus einen literarischen Höhepunkt."

Das Festival findet an 18 Tagen vom 17. November an statt und vereint bestehende Events wie die Münchner Bücherschau und die Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises. Dazu kommt das neue Programm "forum: autoren", das von dem Schriftsteller Ilija Trojanow kuratiert wird. "München ist der Hafen, in dem die globale Literatur andockt und ihre Ladung löscht", sagte er.

Im Rahmen des Forums treffen verschiedene Autoren in Diskussionsveranstaltungen aufeinander. Die aus Rumänien stammende Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller und ihr Landsmann György Dragomán werden sich unter anderem mit dem Geheimdienst Securitate auseinandersetzen.

Vor kurzem war bekanntgeworden, dass Müllers langjähriger Freund Oskar Pastior als Spitzel für den Geheimdienst gearbeitet hat. Zahlreiche weitere Autoren haben sich zu den unterschiedlichen Veranstaltungen angekündigt, darunter auch der italienische Star-Autor Umberto Eco ("Der Name der Rose"), der israelische Schriftsteller David Grossmann ("Eine Frau flieht vor einer Nachricht") und die Bestseller-Autoren Ken Follet ("Die Säulen der Erde") und Ferdinand von Schirach ("Verbrechen").

Beim Literaturfest solle dennoch "kein beliebiges Feuerwerk" abgebrannt werden. Das übergeordnete Motto lautet "lokal und global". "Literatur kann die Welt erklären", betonte Trojanow. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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