Ludwig-Musical in Schieflage

- Füssen - Die wirtschaftliche Situation des Füssener Ludwig-Musicals steht im Mittelpunkt einer Beiratsitzung der Gesellschafter an diesem Donnerstag in Füssen. Dem Musical fehlen Zuschauer, die Auslastung liegt nach Angaben des Geschäftsführers Karlheinz Zierold bei 30 Prozent. Der Hauptdarsteller Jan Ammann (Ludwig II.) verlässt im Januar das Ensemble.

Das Musical hatte erst im Juni turbulente Zeiten durchgemacht, als der frühere Geschäftsführer nach nur zehn Wochen im Amt entlassen worden war. Damals soll sich die finanzielle Situation bereits zugespitzt haben.

Zierold und der Allgäuer Unternehmer und Theatergesellschafter Dieter Döbler wiesen am Mittwoch Behauptungen zurück, bei dem Treffen des Beirats handle sich um eine Krisensitzung. Angaben aus dem Umfeld der Gesellschafter, es gehe um "zweistellige Millionenbeträge", seien unzutreffend. Davon könne keine Rede sein. Döbler räumte aber ein, dass in der Sitzung die wirtschaftliche Situation und Fragen des Marketings für das angeschlagene Theater beraten werden sollen. Am 29. November soll dann eine Gesellschafterversammlung einberufen werden.

Am Freitag, 17. November findet die 500. Vorstellung des Musicals statt, das im März 2005 das erste Musical über Bayerns Märchenkönig "Sehnsucht nach dem Paradies" abgelöst hatte. Das erste Musical hatte im Oktober 2003 nach drei Jahren Laufzeit mit einem Schuldenberg von rund 24 Millionen Euro Pleite gemacht.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Albträume im La-Le-Lulu-Land
Die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari hat zum ersten Mal am Theater gearbeitet und für die Salzburger Festspiele in Hallein Frank Wedekinds „Lulu“ …
Albträume im La-Le-Lulu-Land
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
Die Arena di Verona kämpft mit Affären und Finanznot. Hilfe verspricht man sich von einem Sanierungsplan - und einer Uralt-„Aida“.
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Er ist Kapitän der Rockband Eisbrecher, deren neues Album „Sturmfahrt“ jetzt erscheint. Wir sprachen mit Alexander Wesselsky über die neue Platte, billiges Fleisch und …
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Kas mit Karoline
Das New Yorker Regieduo 600 Highwaymen versuchte sich im Auftrag der Salzburger Festspiele an Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“. Lesen Sie hier unsere …
Kas mit Karoline

Kommentare