Lyriker Gerhard Falkner erhält Kranichsteiner Literaturpreis 2008

Darmstadt - Der Lyriker und Essayist Gerhard Falkner erhält den mit 20 000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturpreis 2008. Damit werde das Gesamtwerk des 1951 im bayrischen Schwabach geborenen Schriftstellers gewürdigt, teilte der Deutsche Literaturfonds am Freitag in Darmstadt mit.

Der Preis wird am 15. November in Darmstadt verliehen. Die Laudatio hält die Schriftstellerin Ulrike Draesner.

Falkner veröffentlichte seit Mitte der 70er Jahre Gedichte, anfangs in Zeitschriften. 1981 debütierte er mit dem Gedichtband "so beginnen am körper die tage". Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Gedichtbände "wemut" (1989), "X-te Person Einzahl" (1996), "Endogene Gedichte" (2000) und "Gegensprechstadt-ground zero" (2005). Zuletzt erschien im Berlin Verlag die Novelle "Bruno". Im selben Verlag soll nach den Angaben des Deutschen Literaturfonds im November der Gedichtband "Hölderlin Reparatur" erscheinen.

Falkners Werk wurde unter anderem 1987 mit dem Bayerischen Staatsförderpreis und 2004 mit dem Schillerpreis ausgezeichnet. In der Anthologie "Das erste Buch - Schriftsteller über ihr literarisches Debüt" (Suhrkamp, 2007) schrieb Falkner, seine Gedichte überfielen ihn wie "Schweißausbrüche" oder "Hungergefühle", sie gründeten "nicht auf Ehrgeiz, sondern auf Erregung".

In den vergangenen Jahren ging der Kranichsteiner Literaturpreis an Paul Nizon (2007), Sibylle Lewitscharoff (2006), Martin Mosebach (2005) und Peter Kurzeck (2004).

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