Jonas Kaufmann (Des Grieux).

Bayerische Staatsoper

„Manon Lescaut“ mit Kaufmann und Netrebko

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München - Hans Neuenfels inszeniert „Manon Lescaut“ an der Bayerischen Staatsoper in Starbesetzung: mit Jonas Kaufmann und Anna Netrebko.

Es ist noch einige Wochen hin, bis die Geheimnisse der kommenden Spielzeit an der Bayerischen Staatsoper gelüftet werden. Doch immer mehr Details sickern durch. Im Wiener „Kurier“ hat Regisseur Hans Neuenfels nun bestätigt, dass er Puccinis „Manon Lescaut“ in München inszenieren werde: „mit Jonas Kaufmann und mit Anna Netrebko – das ist der Olymp“. An der Staatsoper hat Neuenfels bislang nur einmal gearbeitet, im Jahr 2010 kam hier seine Produktion von Simon Mayrs „Medea in Corinto“ heraus.

Jonas Kaufmann (Des Grieux).

Doch auch weitere Details der nächsten Saison werden allmählich bekannt. So ist offenbar eine Neuinszenierung von Donizettis „Lucia di Lammermoor“ geplant mit Diana Damrau in der Titelrolle und Georg Zeppenfeld als Raimondo – der, so ist zu hören, von Kirill Petrenko für die Produktion verpflichtet wurde, nachdem Münchens neuer Generalmusikdirektor den Bassisten im Bayreuther „Lohengrin“ gehört habe. In der Tenorrolle wäre Joseph Calleja denkbar, mit ihm hat Diana Damrau bereits konzertante Aufführungen in München gesungen. Einem ihrer Säulenheiligen trägt die Staatsoper Rechnung mit der Premiere der „Arabella“ von Strauss, Anja Harteros wurde für die Titelpartie genannt. Überdies scheint eine Neuproduktion von Alban Bergs „Lulu“ mit Marlies Petersten vorgesehen.

Anna Netrebko (Manon).

Anna Netrebko bewegt sich damit immer weiter vom lyrischen Fach weg, das zeigt nicht nur die geplante „Manon Lescaut“ und die gerade absolvierte erste „Troubadour“-Leonora. Bereits im Juli debütiert sie an der Bayerischen Staatsoper als Verdis Lady Macbeth. 2016 ist ihre erste Elsa in Wagners „Lohengrin“ geplant, dies allerdings an der Dresdner Semperoper unter der Leitung von Christian Thielemann. Gerüchten zufolge ist sie in dieser Rolle zudem für Bayreuth im Gespräch – Thielemann wird auch dort einen neuen „Lohengrin“ dirigieren, der Nachfolger von Neuenfels’ Ratten-„Lohengrin“.

Markus Thiel

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