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Mariss Jansons beendet Vertrag in Amsterdam

München - Mariss Jansons wird seinen Vertrag als Chefdirigent des Concertgebouw Orchestra in Amsterdam mit der kommenden Spielzeit beenden. Damit leitet er künftig nur noch ein Ensemble: das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Die Nachricht kommt nicht sonderlich überraschend, fiel der 71-Jährige in der vergangenen Zeit doch mehrfach krankheitsbedingt aus. Er wolle sich, so ist zu hören, nun auf ein Ensemble konzentrieren – eine gute Nachricht für Münchens Konzertgänger. Jansons leidet seit vielen Jahren an Herzproblemen, immer wieder musste er Konzerte absagen, vor einigen Wochen auch in München. Auf einer großen Tournee des Amsterdamer Orchesters ließ sich Jansons im vergangenen Herbst bei einem Konzert in Peking durch einen Kollegen vertreten, ein weiteres in Sydney musste er abbrechen.

Das Concertgebouw Orchestra leitet der gebürtige Lette seit September 2004, ein Jahr zuvor trat er die Chefstelle beim BR-Symphonieorchester an. In der Branche ist dies – zwei Chefpositionen auf einem Kontinent – eher ungewöhnlich. Jansons versuchte Einwände immer mit dem Argument zu entkräften, er habe eben „zwei Kinder“, denen er sich mit gleicher Liebe widme. In München ist Jansons bis 2018 unter Vertrag. Ob er diesen verlängert, dürfte sich erst kommendes oder übernächstes Jahr entscheiden.

th

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