Matinee erinnert an Anne Frank

- Ihr Tagebuch dürfte das berühmteste der Weltliteratur sein: Am 12. Juni hätte Anne Frank ihren 75. Geburtstag feiern können. Doch im März 1945 starb sie im Konzentrationslager Bergen-Belsen, wohin sie mit ihrer Schwester deportiert wurde, an Typhus. Das Münchner Gärtnerplatztheater widmet Anne Frank an diesem Sonntag eine Matinee (11 Uhr). Und nicht nur ihr, sondern vor allem den so genannten "Gerechten", die in der NS-Zeit unter Lebensgefahr jüdischen Mitbürgern halfen.

<P>"Wir wollen damit nicht nur ein politisches, sondern im weitesten Sinne ein ganz selbstverständliches menschliches Zeichen setzen", sagt Gärtnerplatz-Intendant Klaus Schultz. Die Matinee entstand aus einer Kooperation seines Hauses mit der Münchner Literaturhandlung und dem Anne Frank-Fond in Basel. Schultz knüpfte in diesem Zusammenhang Kontakte zu Buddy Elias, Präsident des Fonds und Cousin von Anne Frank. Elias wird in dieser Veranstaltung von seiner Arbeit berichten, Sunnyi Melles liest aus Anne Franks Tagebuch, überdies treten der Cellist Daniel Müller-Schott und Ensemblemitglieder des Gärtnerplatztheaters auf.<BR>Wie Klaus Schultz betont, geht der Erlös dieser Matinee nicht an den Fond, s<BR>ondern gezielt an Menschen in Osteuropa, die während der "braunen Jahre" Juden vor der Verfolgung schützten. Gerade in diese Gebiete, zum Beispiel in die Ukraine oder nach Russland, seien viel zu wenige finanzielle Mittel geflossen. Besonders die medizinische Versorgung dort müsse dringend verbessert werden. "Wir wenden uns an Menschen, die nicht weggesehen haben." </P><P>Karten gibt es unter 089/ 2185-1960 oder vor der Matinee direkt an der Gärtnerplatz-Kasse.</P><P> </P>

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