Özil bricht Schweigen und verteidigt Erdogan-Foto 

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Medienrummel beim Staatsballett

- Es ist ja gar nicht so des grundsätzlich diskreten Ivan Liskas Sache, für sein Staatsballett PR-mäßig zu trommeln. Aber mit Boris Beckers Freundin Caroline Rocher als neuem Ensemble-Mitglied trommelt es von ganz alleine. "Da ist er, da ist er", wisperte es überall wepsig durchs Münchner Nationaltheater. Und natürlich war Becker herbeigeeilt fürs Debüt seiner Liebsten als Lady Capulet in John Crankos "Romeo und Julia". Debüt auch für Stefan Moser als Graf Capulet und für Cyril Pierre als Mercutio.

<P>First Lady der Renaissance</P><P>Muss nun wegen des Becker-Medienrummels das Staatsensemble erröten? Ein bisschen, vielleicht. Andererseits: All die Boris- und Tennis-Fans könnten, was doch prima wär', jetzt auch zu Ballett-Liebhabern werden - nach diesem insgesamt atmosphärisch und tänzerisch dichten Abend. Tänzer und Orchester unter Myron Romanul wirkten inspiriert. Variationen und Pas de deux vom Feinsten bei Alen Bottaini und Lisa-Maree Cullum: Bottaini immer auch ein Tänzer aus dem Bauch, hatte zwar einige Mühe, seine Julia aus ihrer kühlen Kontrolle zu locken. Gefühl geballt bei Kirill Melnikows düsterem Tybalt. Sehr schön Cyril Pierres lebensleichtsinniger Mercutio.</P><P>Und die schöne Creolin Caroline Rocher? So leicht ist ja die Gräfin Capulet nicht. Um bei Tybalts und Julias Tod aus dem Stand das große Drama zu projizieren, braucht es noch mehr Auftritte. Aber sehr beachtlich schon ihre aristokratisch "hochgezogene" Allüre, ihre Gesten als eine First Lady der Renaissance. Jetzt möchte man sie bald auch mal tanzen sehen.</P>

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