Mein erstes Bild

- Die Open Art, das feier-fröhliche Eröffnungswochenende der 65 Münchner Galerien zeitgenössischer Kunst, hat heuer einen (kunst-)historischen Termin erwischt. Denn gleich am Montag nach diesem Freitag/Samstag/Sonntag-Parcours wird die Pinakothek der Moderne eröffnet. Die Münchner und ihre Gäste können sich also an Kunst so richtig berauschen. Wie immer ist Treff- und Informationspunkt die Rathaus-Galerie, wo außerdem unter dem Motto "Open Art _ Open Mind" die Galeristen die Ausstellung "Mein erstes Bild" - nicht selbst gemalt, sondern selbst gesammelt _ präsentieren.

<P>Dort beginnen auch die Führungen (Samstag und Sonntag je um 14 Uhr, Anmeldung: 089/29 20 15). "Maximilianstraße I" umfasst die Galerie Florian Sundheimer mit Werken von Rudolf Leitner-Gründber. Nusser & Baumgart zeigen Stefan Schessl, Fred Jahn den Klassiker Ernst Wilhelm Nay und die Galerie Rieder Gemälde von Petra Winterkamp. "Maximilianstraße II" entdeckt Fotos und Videos von Johannes Wende bei Biedermann, Bilder von Norbert Tadeusz bei Thomas, Malerei von Beate Haupt beziehungsweise Barbara Bernrieder in den Galerien Marie José´ van de Loo und Waßermann.</P><P>Der Rundgang "Maxvorstadt" streift die Galerie Maulberger (Wolfgang Müller-Jakob), den Verein für Originalradierungen (Johannes Hüppi, Hartmut Neumann), dann bei Sprüth Magers Projekte die Arbeiten von Stefan Kern und endet bei der Galerie Spektrum mit Bettina Speckner. Eine Führung auf Spanisch wird übrigens ebenfalls angeboten: Treffpunkt Otto-Galerie, Augustenstraße 54. Die Rundfahrt-Busse starten ebenfalls am Rathaus, Landschaftsstraße, jeweils um 11, 12, 15 und 16 Uhr. <BR>Ganz besonders stolz präsentieren sich heuer natürlich die Galerien im Umfeld des gerade vollendeten Kunstareals mit der Alten und Neuen Pinakothek sowie ihrem taufrischen Geschwister, der Pinakothek der Moderne. So darf man gespannt sein, was zum Beispiel Dany Keller mit den fragilen Tuschearbeiten von Camille Graeser zu bieten hat (Türkenstraße 11). Oder SixFriedrichLisaUngar: Die beiden Galerie-Ladys präsentieren Tracey Moffatts zu Herzen gehende Bilder (Steinheilstraße 18).</P><P>Rüdiger Schöttle, der immer die Nase im richtigen Kunst-Wind hat, erweist Dan Graham, dem Meister der Pavillon-Verwirrspiele, seine Reverenz (Amalienstraße 41). Skurrile Ideen verpackt Heinrich Brummack in Überraschungs-Skulpturen, zu besichtigen in der Galerie Jaspers (Theresienstraße 58), und Becher-Schüler Kris Scholz beeindruckt mit Fotografien in der Galerie De Miguel (Luisenstraße 55). Und die Architekturgalerie beschäftigt sich _ wie kann es anders sein? _ mit dem Neubau von Stephan Braunfels (Türkenstraße 30). Die 18 Kunstareal-Galerien bieten außerdem ab Oktober an jedem ersten Dienstag im Monat Besichtigungsmöglichkeiten bis 21 Uhr.<BR></P><P>13. 9., 18-21 Uhr, 14./15. 9. 11-18 Uhr; alle Ausstellungen sind bis Mitte Oktober, Anfang November zu sehen. Informationen: Telefon 089/29 20 15, www.muenchner-galerien.de.<BR>Kris Scholz: "Nilu". Die Fotografien des Künstlers sind in der Galerie De Miguel zu sehen.<BR></P>

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