Meister von morgen

- Entdeckungen. So lautet das Zauberwort jedes Filmfestivals. Wer weder Regisseur noch Darsteller kennt und sich dennoch eine Karte kauft, der will sich überraschen lassen. Der möchte sehen, was abseits des Hollywood-Mainstreams auf die Leinwand gezaubert wird. Wie die aufregenden, bizarren oder romantischen Fantasien junger, noch zu entdeckender Filmemacher aussehen können.

<P>Das Internationale Festival der Filmhochschulen, das heuer in München zum 24. Mal stattfindet, bietet für derlei Trouvaillen jede Menge Gelegenheiten. Hier präsentieren die Meisterregisseure von morgen ihre Debütwerke. Eröffnet wird das Filmfest am kommenden Sonntag um 19 Uhr im Arri-Kino mit "Der Wald vor lauter Bäumen" von Maren Ade, einer Absolventin der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen (HFF).</P><P>Das weitere Programm, das bis zum 20. November im Filmmuseum am Jakobsplatz zu sehen sein wird, besteht aus insgesamt 52 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilmen. Das sind weniger als im Vorjahr. Stattdessen wollte man dem Ansturm des letztjährigen Festivals gerecht werden. Daher werden heuer alle zehn Vorführungen, in denen mehrere Streifen gebündelt werden, nochmals als Wiederholung angeboten.</P><P>Andreas Ströhl, Leiter der veranstaltenden Internationalen Münchner Filmwochen, und Andreas Gruber, künstlerischer Leiter des Festivals, hatten gemeinsam mit einer Kommission aus über 250 Einsendungen eine Vorauswahl zu treffen. Im Rahmen des Festivals sind nun Werke von 35 Filmschulen aus 25 Ländern zu sehen. Etwa 40 der jungen Regisseure werden ihre Arbeiten persönlich vorstellen.</P><P>Über den Sieger befindet dann am Samstag eine Jury unter Vorsitz von Regisseur Hal Hartley ("Simple Men"). Sieben Auszeichnungen sind zu vergeben, die mit insgesamt 25 000 Euro dotiert sind. Als heiße Favoriten gelten die Beiträge der Filmschulen aus Kanada, Israel, Polen und Rumänien.Ulrike Frick</P>Weitere Infos unter filmschoolfest-munich.de oder im Stadtmagazin IN München.<BR>

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