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Zum 80. Todestag von Franz von Stuck zeigt die Villa Stuck seine schönsten Werke.

Ausstellung

Meisterwerke vom Künstlerfürsten

München - Anlässlich des 80. Todestages von Franz von Stuck präsentiert die Villa Stuck in München Meisterwerke des großen Künstlerfürsten.

Anlässlich des 80. Todestages von Franz von Stuck präsentiert die Villa Stuck in München Meisterwerke des großen Künstlerfürsten. Vom 4. Dezember 2008 bis zum 15. März 2009 sind in dem einstigen Wohn- und Atelierhaus des Künstlers 54 zentrale Werke zu sehen. Viele davon sind überraschende Neuentdeckungen oder verloren geglaubte Exponate, die noch nie öffentlich gezeigt wurden. “Die Ausstellung gibt eine große Chance zur Neubewertung Franz von Stucks“, sagte Kuratorin Margot Brandlhuber am Dienstag. Der 1863 geborene Maler war am 30. August 1928 in München gestorben.

Die Werke sind nach elf Themen aufgeteilt wie “Schönheit und Versuchung“ oder “Kampf ums Dasein“, die der Künstler sein ganzes Leben lang verfolgte. “Dadurch wird sein unglaublich großes Spektrum künstlerischen Könnens sichtbar“, erklärte die Kuratorin. Die Gemälde des Themenkomplexes “Tugend und Sünde“ gehören zu den Höhepunkten der Ausstellung. Hier ist Stucks 1889 entstandenes Ölbild “Der Wächter des Paradieses“ zu sehen, mit dem sich der damals 26-Jährige erstmals an der Münchner Jahresausstellung beteiligte. Mit durchschlagendem Erfolg: Von Stuck wurde mit einer Goldmedaille zweiter Klasse ausgezeichnet und verkaufte das Gemälde kurz nach der Ausstellung für 60 000 Goldmark an einen Käufer aus Den Haag.

“Von da an wurden Stucks neue Werke Jahr für Jahr mit Spannung und Sehnsucht erwartet“, sagte Brandlhuber. Der Müllerssohn Stuck war auch international mit Ausstellungen in Moskau, Paris, Venedig und New York sehr erfolgreich. So erwarb der König von Bulgarien 1891 das Werk “Lucifer“, der amerikanische Millionär und Philanthrop Andrew Carnegie kaufte das Gemälde “Wilde Jagd“ aus einer Ausstellung heraus. 1893 wurde Stuck Professor an der königlichen Akademie der Bildenden Künste München, zwei Jahre später folgte der Adelstitel.

“Ihm ging es immer um die Darstellung zeitgenössischer Menschen vor antikem oder biblischem Hintergrund“, beschreibt Brandlhuber Stucks Werke. Die Kuratorin hat zur Ausstellung den gleichnamigen Katalog “Franz von Stuck. Meisterwerke der Malerei“ herausgegeben. Der mit ausführlichen Texten über den Künstlerfürsten versehene Bildband des Hirmer Verlags ist für 34,90 Euro im Buchhandel oder im Museumsshop der Villa Stuck erhältlich. (Internet: www.villastuck.de)

dpa

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