+
Doro Pesch feiert Premiere ihrer neuen Single

Rockt seit fast 35 Jahren

Metal-Front-Frau Doro Pesch: „Wollte Menschen immer nur glücklich machen“

  • schließen

Sie ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen im Metal-Geschäft: Doro Pesch rockt seit fast 35 Jahren die Bühnen der Welt. Am 6. Dezember ist sie auch in München zu Gast. Wir trafen den deutschen Metal-Star zum Interview.

Doro, unglaublich. Du bist seit über 30 Jahren im Musik-Geschäft aktiv. Woran denkst Du immer noch gern zurück, wenn Du auf Deine bisherige Karriere zurückblickst?

Doro Pesch: Oh, ich denke am allerliebsten an die tollen, unglaublich tiefen Freundschaften und fantastischen Momente mit den coolen Leuten - Fans und Musikern, die ich in meinem Leben als Musiker, weltweit hatte. Die wunderbaren Festivals wie zum Beispiel Wacken und die ganzen weltweiten Tourneen, die uns in die entferntesten Winkel der Erde gebracht haben, wie zum Beispiel Ecuador, Australien, Thailand und so weiter. Überall durfte ich soooo tolle Leute treffen und mit Musikern zusammen touren, die dann auch meine Helden und engsten Freunde waren, wie zum Beispiel Lemmy Kilmister von Motorhead oder Ronni James Dio. Ich vermisse sie jeden Tag!

Vor drei Jahren hattest Du 50 Kerzen auf dem Geburtstagskuchen, ein Jahr zuvor auf der großen Wacken-Bühne das 30-jährige Bühnenjubiläum. Ergo: Du hast weit mehr als die Hälfte Deines bisherigen Lebens umringt von Lack, Leder und Stromgitarren verbracht. Gut so?  

Pesch: Ja, total gut so! Ich wollte immer nur die Menschen glücklich machen! Und mit der Musik kann man ja so viel Power, Positives, Kraft und Freude schenken. Es ist eine große Ehre, den Leuten etwas zu geben und auf der Bühne stehen zu dürfen. Wenn ich sehe, dass ich die Menschen im Herzen berühren kann, dann ist das für mich das höchste Glück!

Du bist trotz Deines enormen Erfolgs sehr auf dem Teppich geblieben: In Interviews bist Du stets charmanter Gast und zu Deinen Fans hast Du eine gute Beziehung. Was treibt Dich an, bei so viel Ruhm nicht auszuflippen? 

Pesch: Die Fans, die Menschen, die Musik, die ganzen schwierigen Momente im Leben, die sehr schwierige Situation in der heutigen Zeit… da muss man extra viel geben und stark sein! Stark für andere und für Leute, denen es nicht so gut geht.

Du machst nie Urlaub. Warum?

Pesch: Ach, ich brauche einfach keinen Urlaub... Und mein Zeitplan lässt das auch gar nicht zu. Aktuell bin ich zwischen den Festivals und Tourneen gerade viel im Studio und arbeite an einer ganz neuen CD, die nächstes Jahr, pünktlich zum Wacken-Festival, rauskommen soll. Und außerdem bin ich gerade noch dabei, eine CD für diesen Herbst zu erarbeiten und zusammenzustellen, auf der all die schönen deutschen Songs und Balladen drauf sein werden und auch ein paar tolle Raritäten. Der Titel wird "Für immer" sein… Das ist immer noch einer meiner Lieblingssongs. Er ist in jedem Konzert immer noch der Gänsehautmoment schlechthin - weltweit.

Du steckst trotz dieser vielen Jahre auf Bühnen und in Tourbussen voller Energie. Wo nimmst Du diese her? Yoga und gutes Essen? 

Pesch: Eigentlich ist es bei mir ganz einfach: zu wenig Schlaf, mega Stress, immer ein wenig kränkelnd - erkältet oder Fieber, und durch das ganze Touren sind natürlich die Knochen und Ohren auch derbe angeschlagen... Aber dann: ein Blick von der Bühne ins Publikum, so durch den Vorhang vor der Show, und alles ist im Lot und ich bin wieder voll gut drauf und gebe ALLES!

Doro Pesch 

Wann: 6. Dezember 2017, 20 Uhr

Wo: Backstage Werk 

Tickets: ab 37 Euro, erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wer wird Jesus in Oberammergau?
Wer steht in zwei Jahren als Jesus auf der Bühne in Oberammergau? Am Samstag gibt Spielleiter Christian Stückl die Besetzung des Passionsspiels 2020 bekannt. 
Wer wird Jesus in Oberammergau?
Süße-Gurken-Zeit
Bis 21. Oktober werden auf der Messe Highlights in der Münchner Residenz Kunstschätze zum Verkauf angeboten.
Süße-Gurken-Zeit
„Dalibor in Augsburg“: Rebellion im Gegenlicht
Kaum einer hatte dieses effektvolle Stück auf dem Radar. Das Staatstheater Augsburg holt Smetanas „Dalibor“ aus dem Archivkeller - mit großem Erfolg 
„Dalibor in Augsburg“: Rebellion im Gegenlicht
Daniele Rustioni: Von Lyon aus zur Weltkarriere
Mit Boitos „Mefistofele“ startete Daniele Rustioni in seine zweite Saison an der Opéra de Lyon - ein bestechendes Dirigat dieses großen Hoffnungsträgers
Daniele Rustioni: Von Lyon aus zur Weltkarriere

Kommentare