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Michael Bublé in der Olympiahalle in München.

Michael Bublé in München: Einfach gut!

München - Er tut es also wieder. Wie beim letzten Münchner Konzert singt Michael Bublé ganz zum Schluss die letzte Strophe von „A Song For You“ ohne Mikrophon.

Und zwar so, dass man ihn tatsächlich bis in die Ränge hinauf hört. Man sieht förmlich vor sich, wie das Managment dabei jedes Mal aus Verzweiflung die Hände über dem Kopf zusammen schlägt, zumal Bublés Stimme diesmal ein klein wenig angeschlagen ist. Bublé macht es trotzdem. Es ist ein Zeichen des Respekts vor dem Publikum und genau so kommt es in der Olympiahalle an. Dass die ausverkauft ist, darf man als kleines Wunder bezeichnen. Denn Bublé spielt vornehmlich Jazz- und Swing. Mithin nicht die Art von Musik, die sonst Arenen füllt.

Bublé ist ein Solitär. Der 34-Jährige ist der einzige echte „Crooner“ seiner Generation. Ein Mann also, der nicht nur singen kann, sondern auch unterhalten. Und Bublé ist in der Hinsicht von Gott berührt, anders kann man das nicht sagen. Er macht einfach immer alles richtig. Er beherrscht seine beachtliche Stimme souverän und verfügt über eine natürlich Bühnenpräsenz. Bei den hinreißend komischen Ansagen jongliert der Kanadier gekonnt zwischen rotzfrech und charmant. Schafft es tatsächlich eine Michael-Jackson-Imitation unter zu bringen oder von seiner Verlobten zu sprechen, ohne peinlich zu wirken. Und ist dabei in jeder Sekunde entspannt und spontan. Man ertappt sich irgendwann dabei, nach einem Fehler, dem Haken zu suchen. Es gibt keinen. Der Junge ist einfach gut.

Zoran Gojic

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