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Trat beim Tollwood auf: Michael Mittermeier scherzt über die Türkei und Donald Trump.

Mit Programm „Wild“ auf dem Tollwood

Der ewige Lausbub: Mittermeier scherzt über Trump und Türkei

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Auf dem Tollwood präsentiert Michael Mittermeier sein Bühnenprogramm „Wild“. Dabei geht‘s auch um aktuelle Weltpolitik. Das gelingt ihm mal besser, mal weniger gut.

München - Dieser Michel kommt nicht aus Lönneberga, sondern aus Dorfen. Doch ein ewiger Lausbub ist Michael Mittermeier (51) auch mit grauen Haaren noch. Und für den einen oder anderen Kalauer, den er im Tollwood-Zelt reißt, könnte man ihn durchaus zum Männchenschnitzen in den Schuppen sperren. Aber: Hilft wahrscheinlich ohnehin nichts. Denn ein tiefschürfender Humorist wird der Mittermeier in diesem Leben nicht mehr. Er ist eher flachschürfend unterwegs. Viel zu lachen gibt es bei seiner Großraum-Comedy aber trotzdem.

Sein Programm „Wild“, das er seit 2015 spielt, aktualisiert Michael Mittermeiaer ständig im laufenden Betrieb. Das klappt teilweise prächtig - zum Beispiel, wenn er sich über Phänomene wie Finger Spinner, Pokémon oder Selfies amüsiert. Zum Beispiel die Jagd auf Mini-Monster in Pokémon Go: „Fangen, sammeln, weg damit - wie in der Türkei.“

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Böser Scherz über Trump

Er kann richtig bös‘ sein, und haut auch mal daneben. Donald Trump als „ersten amerikanischen Präsidenten mit einer toten Katze auf dem Kopf“ zu bezeichnen, sollte eigentlich unter seinem Niveau sein. Mittermeier sieht’s ein, und nennt solche Rohrkrepierer seine „kik-Witze“, die er kostengünstig eingekauft hat.

Doch gottlob: Er kann’s auch viel besser. Herrlich, wie er übers eigene Älterwerden spottet. Denn wegen seines Geburtsjahrs fragen ihn junge Fans gern: „Wie, 1966? Haben da schon welche gelebt?“ Der Komiker-Lausbub in seinen mittleren Jahren, das dürfte das Mittermeier-Thema für die Zukunft werden. Der Nachschub an Lach- und Flachgeschichten ist gesichert.

J. Heinrich

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