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Mighty Oaks.

In die erste Liga

Mighty Oaks in der Tonhalle: Konzertkritik

München - Mighty Oaks haben mit ihrem Konzert die Tonhalle komplett gefüllt. Und vom Jubel der Fans klingeln die Ohren.

Noch vor vier Jahren nahmen Mighty Oaks ihre ersten Lieder im Wohnzimmer auf und veröffentlichten sie mangels Plattenfirma auf der Webseite Soundcloud. Das war der Startschuss zu einer unglaublichen Karriere – jüngstes Beispiel: Die Jungs füllen die Tonhalle komplett. Und vom Jubel der Fans klingeln die Ohren …

Man muss diese Burschen live erleben, um die Begeisterung zu verstehen. Auf den Platten klingt der folkig angehauchte Pop häufig eine Spur zu vorhersehbar, zu weichgespült. Live hingegen reißt die Musik mit, da pumpt die Band Leidenschaft, Kraft und Schwung in ihre Lieder. Und der bemerkenswert fein abgestimmte mehrstimmige Gesang entfaltet erst live seinen verführerischen Sog. Mancher Song wie etwa Just One Day könnte man sich gut als Stadionhymne vorstellen.

Live klingt’s rockiger, und das jahrelange Tingeln zahlt sich aus: Die Mighty Oaks präsentieren sich auf der Bühne als konzentrierte, aber entspannte Könner, die wissen, wie die Dramaturgie für einen gelungenen Konzertabend funktioniert. Der dauert zwar kürzer als ein Fußballspiel, aber das nimmt keiner im Saal übel, denn dafür gibt’s keine Sekunde Leerlauf. Ein rundum geglückter Aufstieg in die Liga der Bands, die große Hallen füllen.

ZG

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