Millionenschweres Stillleben: Seltener Max Beckmann wird versteigert

Düsseldorf/München - Mit Max Beckmanns "Stillleben mit Grammophon und Schwertlilien" (1924) kommt zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ein Stillleben des Künstlers auf den Markt. Das Werk ist auf fünf bis sieben Millionen Euro taxiert und soll am 6. November bei der New Yorker Herbstauktion "Impressionistische und Moderne Kunst" versteigert werden.

 Am Montag begann in München die zweitägige Präsentation des Gemäldes. Die bayerische Landeshauptstadt sei die einzige Station in Europa, teilte das traditionsreiche Auktionshaus Christie's am Montag mit. Danach werde es vor der Versteigerung nur noch in Hongkong gezeigt. Das Gemälde, das nach 60 Jahren in einer Privatsammlung auf den Markt kommt, ist nach Angaben von Christie's "außergewöhnlich". Zum einen sei es eines der wenigen Stillleben Beckmanns (1884-1950), die überhaupt zum Verkauf stehen, sagte eine Sprecherin. Zum anderen ist das schmale Gemälde ein ungewöhnliches Hochformat (1,14 Meter mal 0,55 Meter) mit einer Komposition, deren Elemente zu einer vertikalen Architektur aufgebaut sind: Grammophon, Tisch, Saiteninstrument, Blumenvase und ein Spiegel. In dessen Glas spiegelt sich das Antlitz einer maskierten Frau - möglicherweise Beckmanns Frau Marianne Kaulbach.

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