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Miriam Makeba ist gestorben

Merkur online Scout: Link-Tipps zu Miriam Makeba

"Mama Afrika" ist während eines Konzerts in Italien an einem Herzinfarkt gestorben. Miriam Makeba wurde mit ihrem Hit "Pata Pata" weltberühmt.

Miriam Makeba ist gestorben. Die 76-jährige Sängerin erlitt während eines Konzerts einen Herzinfarkt und starb in einem italienischen Krankenhaus, wie die Welt berichtet. Das Blog boingboing zeigt ein frühes Video der Künstlerin. Das Portal allafrica.com berichtet ebenfalls über den Star. Die einstige Anti-Apartheid-Aktivistin ist mit dem Hit "Pata, Pata" (hier als Video oder als Audio) weltberühmt geworden.

Die in ihrer Heimat respektvoll "Mama Afrika" genannte Künstlerin hatte sich und ihre Lieder stets in den Dienst von Freiheit, Gerechtigkeit und Völkerverständigung gestellt. FAZ.net porträtiert den Star. Ihr Kampf gegen Unrecht und Rassentrennung in ihrer Heimat brachte der Schauspielerin, Autorin und Komponistin Auszeichnungen und Ehrungen aus aller Welt ein. Im Jazz der 50er-Jahre groß geworden, brachte die Künstlerin, die wegen des Apartheid-Regimes 31 Jahre ihres Lebens in der Fremde verbringen musste, seit den 60er-Jahren als eine der ersten die Musik ihres Kontinents in den Westen.

Die Sängerin begeisterte mit einer Mischung aus Jazz, Protest und Folklore. 1960 durfte sie wegen ihres öffentlichen Engagements nach einem Auslandsaufenthalt nicht wieder nach Südafrika zurück. Sie blieb in London, wo Harry Belafonte (hier geht's zum Video seines Songs Banana Boat und The Lion Sleeps Tonight) von ihr beeindruckt war und ihr später in den USA viele Türen öffnete. Beide traten auch zusammen auf. Sieben Jahre nach dem Beginn ihres Exils landete sie mit "Pata, Pata" einen Welthit. Es gibt eine offizielle und eine inoffizielle Internetseite über Miriam Makeba. Dort können ihre Geschichte nachgelesen und Bilder angesehen werden.

Doch als sie den „Black Power“-Aktivisten Stokely Carmichael 1968 heiratete, war es mit dem Wohlwollen ihres Gastlandes vorbei und sie musste die USA verlassen. Sie ging nach Guinea, wo sie mit allen Ehren empfangen wurde und auch einen Diplomatenpass erhielt. Doch aus dem Exil nach Hause zurück durfte sie erst wieder 1990, als die Apartheid zu bröckeln begann.

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