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Die Sängerinnen Katja Nord (als Frida) und Camilla Dahlin (als Agnetha) sowie Saxophonist Ulf Andersson.

Tournee

Mit Abbamania auf Zeitreise in die 70er Jahre

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Stockholm - Als Abba haben die vier Schweden Anni-Frid Lyngstad, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und Agnetha Fältskog Musikgeschichte geschrieben. 45 Jahre nach der Bandgründung lässt die Tribute-Show Abbamania das 70er-Jahre-Gefühl aufleben – im kommenden Jahr ist die Show auf Deutschland-Tour.

Abbamania ist auf Deutschland-Tour.

Plateaustiefel und knallbunte Glitzerkostüme, eine imposante Bühnenshow und dazu zwei Sängerinnen, die Agnetha und Frida verblüffend ähnlich sehen: Die Tribute-Show Abbamania nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise in die 70er Jahre.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählen die Hauptdarstellerinnen Katja Nord und Camilla Dahlin von ihrer Leidenschaft für die Kultband. Der Saxophonist Ulf Andersson war unter anderem 1977 bei der Abba-Tournee nach Australien dabei. Jetzt verleiht er Abbamania ein wenig Original-Flair.

Die drei Musiker sind mit einem Ausflugsschiff unterwegs zur Stockholmer Schären-Insel Viggsö. Hier hatten sich Björn und Agnetha Anfang der 70er Jahre eine Wochenendvilla gekauft – samt kleinem Gästehaus. Ein Ort, an dem Musikgeschichte geschrieben wurde. Denn in die kleine Holzhütte zogen sich Björn und Benny zum Komponieren zurück. Vor dem Fenster ein weißes Klavier, dahinter der Blick auf die Ostsee. Hier entstanden Welthits wie „Fernando“ und „Dancing Queen“.

Inzwischen hat Björn das Anwesen an einen Stockholmer Unternehmer verkauft. Öffentlich zugängig ist es nicht. Der kleinen Besuchergruppe ermöglicht der Neu-Eigentümer einen Besuch dieses musikhistorischen Ortes. Näher dran am Abba-Mythos kann man wohl kaum sein.

„Wir haben schon als Kinder Abba gehört“, erzählt Camilla Dahlin, die als Agnetha auf der Bühne steht. „Damals, als sie mit Waterloo ihren großen Durchbruch hatten.“ Als sie 18 Jahre alt war, lernte sie Katja Nord kennen. Beide sangen Lieder ihrer Idole und gründeten einige Jahre später eine Band. „Waterloo“ hieß die Gruppe. Wie auch sonst. Ihren ersten Auftritt hatten sie 1996. „Dann wurde das immer größer“, erinnert sich Camilla Dahlin. Damit hätten sie nicht gerechnet. Schließlich seien im Zuge eines Abba-Revivals in den 90er Jahren etliche Coverbands entstanden. Inzwischen sind die Musikerinnen mit der Tribute-Show Abbamania seit 20 Jahren erfolgreich auf Tour. An ihrer Seite: Neben mehr als 30 Musikern auch Ulf Andersson. Der Saxophonist stand einst mit Benny und Björn, Frida und Agnetha auf der Bühne.

Ein Ende der Abba-Begeisterung sei nicht in Sicht, sagt Katja Nord. „Ich habe das Gefühl, wir könnten immer weitermachen.“ Das Erfolgsgeheimnis ihrer Tribute-Show? Die Stimmen der beiden Sängerinnen kommen sehr nah an das Original heran. Bei ihrer Arbeit seien sie absolut detailversessen, sagt Camilla Dahlin. Immer wieder hören sie sich Sequenzen an, schauen Videos. „Wir studieren dann Bewegungen und Blicke von Agnetha und Frida ein.“ Auch die Kostüme sind exakt den Originalen nachgeschneidert. Und weil sie keine Perücken wollen, tragen sie seit 20 Jahren den Frida- und Agnetha-Haarschnitt.

„Wir klingen manchmal mehr nach Abba als Abba selbst“, sagt Dahlin und lacht. Davon können sich Abba-Fans Anfang 2017 überzeugen.

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