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Bushido musste vom Zenith ins Backstage umziehen.

Bushido im Backstage: Krass bieder

München - Bambi-Preisträger Bushido rappte im Backstage. Im Bayern-Trikot trat der Star aus Berlin auf die Bühne. Die Konzertkritik:

Mein Gott, Alta! Rap-Rabauke Bushido aus Berlin versammelte seine Homies im ausverkauften Backstage – und integrierte sich so vorbildlich in München, dass jeder Volksmusikant vor Neid blass wird. Der Bambi-Preisträger enterte im FC Bayern-Trikot die Bühne. Vor dem Auftritt twitterte er „Mia san mia“, danach „München hat gerade alles zerstört!!!“ (= maximales Lob, Yo!). Und während der Show versicherte Bushido der Kundschaft minütlich „Ihr seid soooo geil!“

Freundlicher ist Hansi Hinterseer auch nicht, selbst wenn er statt „geil“ „bärig“ sagt. Von Rüpel kaum eine Spur, außer dem unsäglichen und von den Fans bejohlten Dissen eines molligen Mädchens im Publikum. Öde Routine im Rap-Stadl.

Dass der 33-Jährige schon bessere Zeiten gesehen hat, zeigt die Tatsache, dass der Auftritt vom riesigen Zenith ins kleine Backstage verlegt werden musste. In der Hirschgarten-Hood versammelten sich die Bushido-Fans, vom zehnjährigen Rap-Girlie bis zu düsteren Gestalten in Thor-Steinar-Kutten.

Bushido gab sich jovial, charmierte die „hübschen Mädchen und die hübschen Männer“ gleichermaßen (war da mal was mit Homophobie?). Die Beats bollerten kosteneffizient von der Festplatte, und am Ende lief Karel Gott aus der Konserve. Bushido – früher böse, heute belanglos. Fans trotzdem happy, O-Ton auf Twitter: „Die krasseste scheisse, die ich je erlebt hab.“ Na denn.

JH

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