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Eine Spionagekamera aus den 1970ern.

Chinas Spionagemuseum: Nur wer chinesisch aussieht, darf rein

Peking - In China hat ein neues Spionagemuseum eröffnet. Wer als Urlauber das Haus in der Stadt Nanjing besuchen will, hat Pech: die Ausstellung ist für Ausländer geschlossen.

“Wir wollen nicht, dass solche sensiblen Geheiminformationen für Ausländer bloßgelegt werden“, erklärt Museumssprecherin Qian, die ihren Nachnamen geheimhalten will, der AP am Telefon. “Die meisten Leute, die wir wegschicken, reagieren sehr verständnisvoll, da das ja kein normales Museum ist.“

Freilich wirken die Exponate im Zeitalter von Spionagesatelliten und Cyber-Spionage etwas verstaubt. Zu sehen sind beispielsweise eine als Lippenstift getarnte Mini-Pistole, ausgehöhlte Münzen zum Verstecken geheimer Dokumente und ein Taschenrechner, in dem ein Mikrofon verborgen ist.

Nur wer "sauber" und chinesisch aussieht, darf rein

Seit der Eröffnung am 13. April strömen laut Qian täglich über 500 Besucher in das geheime Museum - meist Reisegruppen. Wer westlich aussieht, wird sofort wieder hinausgeschickt. Wer aber “sauber“ und chinesisch aussehe, dürfe hinein, und zwar ohne dass normalerweise seine Identität genauer überprüft werde, sagte die Museumssprecherin.

AP

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