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Die Münchner Kammerspiele.

Neuer Spielplan der Münchner Kammerspiele

München - Die Münchner Kammerspiele haben ihren neuen Spielplan vorgestellt. Titel: "Sicher ist sicher".

Die Münchner Kammerspiele setzen in der Spielzeit 2009/10 auf das Spannungsfeld Sicherheit und Risiko: Zum einen steht der Spielplan mit dem Titel "Sicher ist Sicher" ganz im Zeichen der aktuellen Krisenzeit. Zum anderen hat das Dreierteam, das während der Übergangszeit des Intendanten-Wechsels die Führung übernommen hat, wieder zahlreiche unbekanntere Regisseure und nie gezeigte Stücke ins Programm genommen. "Die Kammerspiele bleiben ein gegenwartsorientiertes und risikobereites Haus", sagte Julia Lochte am Donnerstag bei der Spielplanvorstellung in München.

Chefdramaturgin Lochte hat gemeinsam mit der künstlerischen Referentin Christiane Schneider und dem geschäftsführenden Direktor der Kammerspiele, Siegfried Lederer, teils die Vertretung des fehlenden Intendanten übernommen. Denn zum Juli verabschiedet sich Frank Baumbauer nach acht Jahren vom Haus. Sein Nachfolger Johan Simons kann aber erst zur Spielzeit 2010/11 beginnen. Auf dem Spielplan stehen 13 Premieren, sieben davon Uraufführungen, bei denen auch viele moderne Klassiker wiederentdeckt werden können.

Die Spielzeit startet am 24. September mit der Premiere von Anton Tschechows "Platonow" in der Regie von Stefan Pucher im Schauspielhaus. Weitere große Namen folgen: Albert Camus "Belagerungszustand", Tennessee Williams "Endstation Sehnsucht" und Maxim Gorkis "Nachtasyl" beispielsweise. Die junge Regisseurin Barbara Weber inszeniert ihre Variante des Hollywood-Mythos "Bonnie und Clyde".

Am 26. September laden die Kammerspiele zu einer "Langen Nacht der neuen Dramatik", in deren Verlauf Texte von Nachwuchsschreibern vorgestellt werden sollen. Erstmals soll dann auch ein mit 15.000 Euro dotierter "Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik" vergeben werden. Ab Dezember beginnt eine Diskussionsreihe zum Thema "Weltrisikogemeinschaft - Welche Chancen bietet die Krise?". Im Juni 2010 startet dann erneut das Stadtprojekt der Kammerspiele. Diesmal wollen die Theatermacher das Münchner Bahnhofsviertel einen Monat lang zur Spielfläche werden lassen.

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