Moderne Russen und ein Rubens

- Im Berliner Martin-Gropius-Bau wurde am Wochenende die deutsch-russische Kunstausstellung "Berlin-Moskau/ Moskau-Berlin 1950-2000" eröffnet. Sie zeigt 500 Werke von 180 Künstlern. Die Berliner Festspiele als Mitveranstalter sprechen von einer "so noch nie gezeigten Gegenüberstellung" von Kunstwerken aus Ost und West seit 1950. Die Schau ist bis zum 5. Januar zu sehen.

<P>Kulturstaatsministerin Christina Weiss und ihr russischer Kollege Michail Schwydkoi nutzten die Ausstellungseröffnung zu der Mitteilung, dass ein seit Kriegsende in Deutschland verschollenes Rubens-Gemälde in Moskau sichergestellt worden sei. Es handelt sich dabei um eines der Hauptwerke von Peter Paul Rubens (1577-1640), um "Tarquinius und Lukretia", dessen Wert auf 80 Millionen Euro geschätzt wird.</P><P>Das Bild aus dem Eigentum der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, das nach dem Krieg als Beutekunst in die damalige Sowjetunion gelangt war, wurde von seinem derzeitigen Besitzer an die russischen Behörden ausgehändigt. Die deutsche Generalstaatsanwaltschaft wird jetzt einen Antrag auf Ausfuhr stellen. Der bisherige Besitzer des Gemäldes, ein Kunstsammler, hat das stark in Mitleidenschaft gezogene Bild vor Jahren auf einem Antiquitätenmarkt erworben. In diesem Zusammenhang wird gegen mehrere Russen und Schweizer wegen "Bandenhehlerei" ermittelt.</P>

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