Mozart kommt bis Garmisch-Partenkirchen

- "Richard Strauss und Mozart" - sie begegnen einander in der Konzertsaison 2005/06 in Garmisch-Partenkirchen in vielerlei Gestalt. Zusammen gespannt hat sie Bernd Gellermann, früher Intendant der Münchner Philharmoniker und nun neuer künstlerischer Koordinator in der Marktgemeinde. Nach 17 Jahren sommerlicher Richard-Strauss-Tage wagt er einen Neuanfang: Übers Jahr hin sollen alle musikalischen Kräfte gebündelt werden, jeweils unter einem Leitgedanken, "der viel Raum lässt und doch ein Ausfransen verhindert".

Angebote für die Jugend

Rund um große Sinfoniekonzerte siedeln Kammermusik und Klavierrecitals, gibt es Vergünstigungen für Abonnenten bis hin zu Konzerten und Theatervorstellungen in München. Im April 2006 ist Garmisch-Partenkirchen für zwei Wochen Residenz des European Union Youth Orchestra, des Europäischen Jugendorchesters, unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy. Im Sommer - in der Fußball-WM-freien Zeit vom 2. bis 7. Juli, ab 2007 wieder Ende Juni - krönt ein kleines Richard-Strauss-Festival die Saison. Als Höhepunkt Mozarts "Idomeneo" in einer Fassung von Richard Strauss.

Gellermann mischt renommierte Ensembles - Bamberger Symphoniker, Dresdner Philharmonie, Camerata Salzburg, Concerto Köln - mit Nachwuchskünstlern, vom Cuarteto Casals bis zu den noch unbekannten Preisträgern des Bechstein- und des Richard-Strauss-Wettbewerbs, der fortan im Wechsel für Sänger und Instrumentalisten ausgeschrieben wird. Dicke Köder legt Gellermann für die Jugend aus: Da soll es rund um die Orchesterarbeit und die zwei Konzerte des Europäischen Jugendorchesters reichlich Gelegenheit geben, dass Jugendliche der Region mit den jungen Musikern aus 25 EU-Staaten zusammentreffen können.

Ein Jazz-Konzert, bei dem über klassische Themen von Mozart, Strauss und anderen improvisiert wird, lockt beim Sommer-Festival. Zu dem Schüler der regionalen Gymnasien mit einem Projekt über König Idomeneo ihren eigenen, aktiven Beitrag leisten. Dass die Marktgemeinde sich über Strauss-Institut und Festival hinaus weiter für die Musik engagieren will, verriet Bürgermeister Thomas Schmid: Im Neubau des Kongresszentrums soll es einen perfekten Konzertsaal mit 800 bis 1000 Plätzen geben.

www.polyarte.de

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