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In Würzburg findet wieder das Mozartfestival statt.

Umfangreiches Programm

Mozartfest will 2015 Fragen zur Klassik aufwerfen

Würzburg - Das Mozartfest Würzburg will sein Publikum zum Nachdenken bewegen. 2015 dreht sich alles um die Bedeutung von Klassik in der heutigen Zeit. Es gibt ein buntes Programm.

Das Mozartfest Würzburg lädt seine Besucher im kommenden Jahr zum aktiven Erleben und Nachdenken ein. 2015 steht das Fest unter dem Motto „Mozart - Was heißt hier Klassik?“ - eine Frage, die bewusst mit einem provokativem Tonfall gewählt worden sei, sagte Intendantin Evelyn Meining am Donnerstag in Würzburg. Die Besucher sollen sich mit der Bedeutung des Begriffes auseinandersetzen, da in der heutigen Zeit von Waschmittel bis Bratwürste nahezu jedes Produkt als Klassiker bezeichnet werde.

Der Fokus des diesjährigen Mozartfestes liegt auf den Streichinstrumenten, dementsprechend ist der „Artiste étoile“ der aus Frankreich stammende Geiger Renaud Capuçon. Eigens für das Mozartfest, von Toshio Hosokawa komponiert, wird Capuçon gemeinsam mit dem Bamberger Symphonikern „Elegy“ für Violine und Streichorchester uraufführen. Eine weitere Besonderheit ist die deutsche Erstaufführung von Hosokawas Stück „Drei Engel-Lieder“ unter der Leitung von Matthias Beckert sein.

Neu ist ein Konzert für Demenzkranke und deren Angehörige. Damit soll eine Veranstaltung für Betroffene geboten werden, bei der niemand Angst haben muss, unangenehm aufzufallen.

Besuchermagnet

Das Würzburger Mozartfest ist in Deutschland das älteste seiner Art und lockte im vergangenen Jahr mehr als 25 000 Besucher an. Oberbürgermeister Christian Schuchardt bezeichnete es als „eine Marke für die Stadt und die Region“. Auch Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) bezeichnete es als „absoluten Höhepunkt unter den bayerischen Musikfestivals“.

Am Mittwoch hatte er angekündigt, dass der Freistaat die Förderung für die Veranstaltung 2015 und 2016 auf 100 000 Euro verdoppeln will. Insgesamt kostet das Mozartfest rund 1,5 Millionen Euro.

Das Mozartfest 2015 findet in Würzburg vom 22. Mai bis 28. Juni statt.

dpa

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