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Die Toten Hosen: Geburtstagsparty in München

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Von: Michael Schleicher

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Porträt der Düsseldorfer Band Die Toten Hosen.
Die Toten Hosen: 40 Jahre und kein bisschen leise. Zum Glück. © Tereza Mundilova

Das wird ein Fest: Die Toten Hosen feiern den 40. Geburtstag der Band – auch mit einem Konzert im Münchner Olympiastadion.

Sie werden 40 und sind kein bisschen leise. Gegründet 1982 quasi direkt im Ratinger Hof, damals Düsseldorfs angesagte Künstlerkneipe, gehen die Toten Hosen nächstes Jahr auf Jubiläumstour. Am 18. Juni 2022 macht die Band im Münchner Olympiastadion Station – Campino und Co. rocken die Südkurve. „Wir können kaum erwarten, dass es wieder losgeht“, teilt die Gruppe ihren Fans mit. „Dem Anlass angemessen möchten wir uns natürlich als perfekte Gastgeber erweisen. Deshalb sind wir schon jetzt mitten in den Vorbereitungen, um zu unserem runden Geburtstag gemeinsam mit den Gästen und Euch ordentlich die Kuh fliegen zu lassen!“ Die Tournee startet am 10. Juni 2022 in Köln, dieser Auftritt ist bereits ausverkauft. Der Vorverkauf für München Auftritt startet am 24. November um 10 Uhr.

Die Toten Hosen gingen aus der Gruppe ZK hervor

Die Hosen waren 1982 Nachfolger der legendären Gruppe ZK, die enorm wichtig war für die Entwicklung deutscher Punkmusik. Von den Gründungsmitgliedern sind heute Sänger Campino, die Gitarristen Andreas von Holst und Michael Breitkopf sowie Bassist Andreas Meurer noch dabei. Hinterm Schlagzeug nimmt seit 1998 Vom Ritchie Platz. Die Band ist natürlich längst im Mainstream angekommen; „Tage wie diese“ war der Soundtrack der deutschen Elf bei der Fußball-EM 2012 und läuft auch bei der CDU. Wer jedoch nochmals das Debüt „Opel-Gang“ von 1983 auflegt, hört die Wurzeln der Hosen: schneller Punk (der Titelsong dauert gerade mal eine Minute, 47 Sekunden), orientiert an britischen und US-amerikanischen Vorbildern, deutsch gesungen. Und wie es sich für eine richtige Punkband gehörte, waren alle Mitglieder musikalische Autodidakten.

Die Toten Hosen legten 1983 ihr erstes Album

Bereits die dritte Single – „Eisgekühlter Bommerlunder“, eine zeitlos gute Punk-Nummer – verrät, was die Toten Hosen ausmacht: die Lieder entwickeln im besten Fall eine enorme, sich steigernde Energie – und sind zum Mitsingen bestens geeignet (und wer mitgrölt, hat auch seinen Spaß). Bestes Beispiel: „Hier kommt Alex“ vom Album „Ein kleines bisschen Horrorschau“ (1988), dem kommerziellen Durchbruch der Band.

Ihre Punkwurzeln hat die Gruppe längst hinter sich gelassen. Puristen mögen das beklagen. Doch ohne diese Entwicklung gäbe es nächsten Sommer wohl nichts zu feiern.

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