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Literaturfest München: Festival stellt seine Pläne vor

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Von: Michael Schleicher

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Porträt des Schriftstellers Abbas Khider, der bei der Eröffnung des Münchner Literaturfests liest.
Literaturfest München: Zur Eröffnung liest Abbas Khider aus seinem neuen Roman. © PETER HASSIEPEN

Das Literaturfest München startet am 17. November. Hauptspielorte des Festivals sind der Gasteig, das Literaturhaus – und das Internet.

Schwer zu sagen, was an diesem Dienstagvormittag im Münchner Literaturhaus bei den Verantwortlichen vorherrschte: Erleichterung oder Vorfreude. Erleichterung, dass das Literaturfest überhaupt in Präsenz stattfinden kann – oder Vorfreude, dass es am 17. November endlich, endlich losgeht.

Literaturfest München: Abbas Khider liest zur Eröffnung

Wahrscheinlich ist es ein munterer Gefühle-Mix – und es wäre nicht verkehrt, wenn sich dazu eine ordentliche Portion Stolz gesellen würde. Zwar musste das traditionell von einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin kuratierte „forum:autoren“ gestrichen werden – in Zeiten der Pandemie, wenn keiner vorhersagen kann, wann welche (Reise-)Bestimmungen gelten, ist es schier unmöglich, hier sinnvoll Programm zu machen. Doch auch ohne diese Säule bietet das Literaturfest mit der Bücherschau, die heuer zum 62. Mal stattfindet, und dem Angebot des Literaturhauses eine Feier des Lesens für Jung und Alt, für (fast) alle Lektüre-Vorlieben, für die Stadt, das Umland und – eh klar! – die Welt. Denn die meisten Lesungen und Diskussionen laufen auch im Livestream.

Porträt der Schriftstellerin Cornelia Funke.
Stellt beim Literaturfest München im Livestream-Gespräch ihr aktuelles „Drachenreiter“-Buch vor: Cornelia Funke. © Uli Deck/dpa

„Die Macht des Erzählens und die vielfältigen Formen des Erzählens“ stünden in diesem Herbst im Zentrum, erklärt Literaturhaus-Chefin Tanja Graf. Und Münchens Kulturreferent Anton Biebl verspricht nicht nur eine „spannende Reise durch die Weltliteratur der Gegenwart“, sondern sichert auch zu, die Unterstützung durch sein Haus in Höhe von 140 000 Euro trotz Sparvorgabe nicht zu kürzen. Eine Station dieser Reise wird indes zum letzten Mal angesteuert: Die Bücherschau muss Abschied vom Gasteig nehmen. Zuvor wird hier nochmals das „eigentliche Kernstück und der Ausgangspunkt“ des Festivals stattfinden, wie es Klaus Füreder vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern formuliert: Die Verlagsschau, bei der man sich bei freiem Eintritt vom 18. November bis 5. Dezember jeweils zwischen 8 und 23 Uhr durch Neuerscheinungen blättern kann.

Literaturfest München: Große Namen im Literaturhaus

Das Literaturhaus feiert die „großen Neuerscheinungen des Bücherherbstes“, sagt Graf und kündigt etwa Auftritte von Irene Dische (19. November), Julia Franck (22. November), Edgar Selge (23. November, Kammerspiele), Herlinde Koelbl (30. November) und Buchpreis-Siegerin Antje Rávik Strubel (1. Dezember) an. Als weiterer Gast wird Florian Illies erwartet, der seinen aktuellen Beststeller „Liebe in Zeiten des Hasses“ am 24. November präsentiert. Erst am 25. Januar stellt indes Hanns-Josef Ortheil seinen neuen Roman in München vor. Am Salvatorplatz findet im Rahmen des Literaturfests am 27. und 28. November auch wieder der „Markt der unabhängigen Verlage“ statt. Der ist zwar längst kein Geheimtipp mehr – aber trotzdem ein echter Spaß.

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