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Liebe inspiriert! Tausende Menschen haben sich bereits mit den „LOVE/HATE“-Skulpturen am Münchner Siegestor fotografiert.

Wir suchen die schönsten Fotos mit Mia Florentine Weiss‘ Installation am Siegestor

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Die „LOVE/HATE“-Skulptur am Münchner Siegestor begeistert Münchner und Touristen. Doch was wird aus dem Kunstwerk von Mia Florentine Weiss?

Wer wissen möchte, wie aus Hass Liebe wird, der fahre zum Münchner Siegestor. Dort steht sie, die christliche Botschaft, die in diesen Tagen verkündet wird – in Stahl gegossen. Das Werk der Berliner Künstlerin Mia Florentine Weiss ist eines der Fotomotive der Stadt. Zwei Ambigramme. Von der einen Seite liest man „LOVE“, von der anderen „HATE“. Und mag man auch von Twitter, Facebook, Instagram halten, was man will – wenn es darum geht, herauszufinden, was die Menschen berührt, sind die Sozialen Netzwerke ein nicht zu unterschätzender Indikator.

Also dann: Internetsuche, Stichwort „#siegestor“. Tausende Fotos finden sich unter diesem Hashtag. Und kaum eines, auf dem nicht die Skulpturen im Fokus stehen. Kinder, die durch das O lächeln; Paare, die auf L und E sitzen, einander zum Kuss entgegengestreckt; Weitwinkel, hinten klein der Hass , davor, volle Power!, die Liebe.

Die Künstlerin Mia Florentine Weiss.

Volle Power gibt auch Mia Florentine Weiss. Die 37-Jährige ist eine Mischung aus Löwin und Sonnenschein. Eine, die jede Mail mit „Love, M.“ beendet; eine, die, wenn man ihr sagt, sie habe da etwas Glitzer im Gesicht, erwidert: „Ach, ich habe eigentlich immer ein bisschen Glitzer im Gesicht“; die nie zu schlafen scheint und schon wieder durch ganz Europa unterwegs ist, für ein großes Kunstprojekt in der Berliner Nikolaikirche. Gerade genehmigte der Hauptstadtkulturfonds 95 000 Euro dafür.

Berlin hat Interesse an der „LOVE/HATE“-Installation

Überhaupt, die Berliner. Sie hätten auch gern die „LOVE/HATE“-Installation. Und wenn die Münchner sich nicht einigen, was mit den Skulpturen langfristig passieren soll, könnten sie gen Hauptstadt verschwinden. Denn es gibt einen Haken. Eigentlich sollte „LOVE/HATE“ nur für ein Jahr aufgestellt werden. Am 31. Oktober dieses Jahres lief die Genehmigung ab. Dann kam die Begeisterung der Münchner dazwischen. Weiss bemühte sich um eine Verlängerung bis 1. November 2019. Doch weil ab April eine Baustelle am Siegestor sein wird, gewährte das Baureferat die Verlängerung nur bis Ende März 2019. Man ist auf der Suche nach einem anderen Platz. Auch Weiss selbst. „Es ist aber nicht leicht, einen zu finden, an dem die Spiegelung der Schriftzüge so zur Geltung kommt wie hier.“ Außerdem passt das Werk zur Inschrift, die am Siegestor prangt: „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frieden mahnend.“

Unter die Haut: Mia Florentine Weiss hat sich „LOVE“ und „HATE“ auf die Handgelenke tätowiert. 

Symbolträchtiger Ort hin, Begeisterung der Bürger her – ein dauerhafter Verbleib von „LOVE/HATE“ am Siegestor wurde abgelehnt. „Üblicherweise gibt es für dauerhafte Kunstwerke ein Wettbewerbsverfahren und eine Quivid-Kommissionsbefassung“, heißt es beim Kulturreferat. Eine Prinzipienfrage also.

Peter Erl ärgert das. Jeden Tag fährt er am Siegestor vorbei. Und jeden Tag freut er sich über die Botschaft, die die Schriftzüge aussenden. So sehr, dass der 72-Jährige einen kaufte. Das Geld ging nicht in die Tasche von Weiss, sondern an einen guten Zweck. Als Künstlerin, die etwas verändern will, spendete sie eine der Skulpturen für eine Benefizaktion von Herzog Franz von Bayern. Auch die zweite würde sie spenden. Wenn sich ein Käufer findet, der wie Erl bereit ist, 50 000 Euro für den guten Zweck zu spenden. Dann wären beide Skulpturen in privater Hand und könnten der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden (Kaufinteressenten wenden sich an das Münchner Kunstauktionshaus Neumeister).

Wir suchen die schönsten „LOVE/HATE“-Fotos

Denn es gab in der Vergangenheit durchaus Projekte, die nur temporär gedacht, aber nach Ankauf der Stadt weiter stehen dürfen. „Argumente“ an der Viscardigasse und „Waterfall“ am Stephansplatz. „Leider scheint die Stadt sich sehr schwer zu tun, Entscheidungen zu treffen. Es wäre schon viel geholfen, wenn sie noch drei Jahre stehen bleiben könnten, bevor man eine endgültige Entscheidung trifft. Wenn etwas von Bevölkerung und Touristen so gut angenommen wird, sollte man akademische Kunstdiskussionen hinten anstellen“, sagt Peter Erl.

Nun ist es an den Bürgern, zu zeigen, wie sehr ihnen das Kunstwerk am Herzen liegt. Wir suchen die schönsten Fotos mit den Skulpturen. Nutzen Sie die Feiertage doch für einen Spaziergang zum Siegestor. Alle Fotos, die uns bis Silvester erreichen, werden auf www.merkur.de veröffentlicht, die schönsten in der ersten Ausgabe 2019. Die Künstlerin schenkt dem Fotografen des besten Motivs eine Miniatur-Ausgabe von „LOVE/HATE“. „Aus Hass Liebe werden lassen – eine schönere Botschaft zum Jahresende kann es doch gar nicht geben“, sagt Weiss, lächelt, und ihre Wangen glitzern.

Machen Sie mit!

Wir suchen das schönste Bild mit den „LOVE/HATE“-Skulpturen! Schicken Sie Ihre Aufnahmen an katja.kraft@merkur.de.
Auf unserer Internetseite und in der Ausgabe vom 2. Januar veröffentlichen wir eine Auswahl und teilen den Gewinner mit.

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