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Mariss Jansons, Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, leitet zwei der vier Konzerte.

AKTION MIT DEM BR-SYMPHONIEORCHESTER

Das Merkur-Konzertabo für unsere Leser

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Zum neunten Mal bietet der Münchner Merkur in Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks ein Konzertabo an. Vier hochkarätig besetzte Abende wurden dafür in der kommenden Saison gebündelt, der Vorverkauf startet an diesem Samstag.

Eine gewaltige Totenmesse, ein symphonisches Riesengebirge, ein Schlagzeug-Wirbelsturm, ein wildes Klavierwunderwerk, in diesen Genuss kommen die Abonnenten in der kommenden Saison. Vier Konzerte wurden wieder zur Merkur-Serie gebündelt; gestartet wird mit einer höchst nostalgischen Angelegenheit. Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ stand auf dem Programm, als Riccardo Muti im Jahr 1981 beim BR-Symphonieorchester debütierte. Vom damaligen Konzert kursieren nur inoffizielle Mitschnitte, es ist die Referenz-Interpretation des Stücks. Auch Muti selbst bezeichnete den Abend im Merkur-Interview einmal als sein bestes Verdi-Requiem. Nun kehrt der italienische Star zurück, um eben jenes Opus wieder zu dirigieren, und zwar am 2. November 2017 im Herkulessaal. Die Solisten sind Krassimira Stoyanova (Sopran), Elina Garanča (Mezzosopran), Francesco Meli (Tenor) und Riccardo Zanellato (Bass).

Mariss Jansons dirigiert Bruckners Achte

Der Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters ist in diesem Abo gleich zweimal zu erleben. Mariss Jansons leitet am 16. November 2017 in der Philharmonie eine Aufführung von Anton Bruckners Achter, der letzten vollendeten Symphonie dieses Tonschöpfers. Bruckner selbst bezeichnete sie als „Mysterium“. Und nachdem sein Komponistenkollege Hugo Wolf sie gehört hatte, notierte der einst: „Es war ein Triumph, wie ihn ein römischer Imperator nicht schöner wünschen konnte.“ Eigentlich wollte Mariss Jansons das Opus hier schon vor einiger Zeit dirigieren, eine kurzfristige Krankheitsabsage verhinderte dies. Die Merkur-Konzertabonnenten kommen nun gewissermaßen in den Genuss seines Münchner „Werkdebüts“.

Für das dritte Konzert wird dann wieder in den Herkulessaal gewechselt. Schlagzeuger, das wäre eine zu harmlose Umschreibung für diesen Mann: Martin Grubinger,gebürtiger Salzburger, hat das Spiel mit dem Perkussionsarsenal auf eine neue Stufe gehoben. Nicht nur auf seinem „Stamm-Instrument“, dem Marimbaphon, gilt der 33-Jährige als weltbester Solist. Davon überzeugen kann man sich am 23. Februar 2018. Grubinger führt das Opus „Sieidi“ des finnischen Komponisten Kalevi Aho auf. Kombiniert wird das mit „La mer“ von Claude Debussy sowie der vierten Symphonie von Alexander Skrjabin mit dem beziehungsreichen Untertitel „Le poème de l’extase“. Es dirigiert Paul Daniel.

Martin Grubinger und Denis Matsuev als Promi-Solisten

Beim Finale der kommenden Konzertreihe im Herkulessaal steht dann wieder Mariss Jansons am Pult. Zum Datum 22. Märzpasst dabei Robert Schumanns „Frühlingssymphonie“, seine erste übrigens, ganz ausgezeichnet. Dazu gesellt sich mitLeonard Bernsteins „Divertimento“ ein echter Orchesterreißer. Beide Werke rahmen die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ von Sergej Rachmaninow, das adäquate Virtuosenfutter für den russischen Pianisten Denis Matsuev.

Der Vorverkauf für das neunte Merkur-Konzertabo startet an diesem Samstag, 10 Uhr. Die Abwicklung übernimmt wie immer der Bayerische Rundfunk. Traditionell bieten wir zu den Konzerten auch halbstündige Einführungsveranstaltungen an, die jeweils um 18.45 Uhr beginnen. Die Gäste kommen dabei nicht unbedingt aus der Musikszene. Ziel ist es wieder, die einzelnen Programme aus eher ungewohnter Perspektive zu beleuchten.

Alle Eintrittskarten sind übertragbar, das Abonnement verlängert sich nicht automatisch. Der Aufruf für die Spielzeit 2018/ 2019 erfolgt dann im Sommer 2018.

Telefonisch bestellen können Sie beim BR-Abobüro unter der Nummer 0800/ 5900-595. Bestellungen per E-Mail sind möglich unter serviceabo@br-ticket.de. Das Büro ist immer werktags außer samstags von 9 bis 16 Uhr besetzt. Abo-Karten gibt es in sechs Kategorien: 272, 230, 194, 164, 118 und 80 Euro.

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