Münchner Schenkung mit Baselitz-Grafik erstmals ausgestellt

Dresden - Das Dresdner Kupferstich-Kabinett ehrt den aus Sachsen stammenden Maler und Grafiker Georg Baselitz mit einer einzigartigen Ausstellung zum 70. Geburtstag.

Bis zum 25. August ist im Schloss die hochkarätige Sammlung druckgrafischer Werke von Georg Baselitz aus dem Besitz des Herzogs Franz von Bayern erstmals öffentlich ausgestellt. Sie vereint 128 Arbeiten und zwei Holzstöcke aus dem Besitz des Künstlers, die zwischen 1964 bis 1983 entstanden.

Die Exposition wurde gemeinsam mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München konzipiert, der der Herzog seine Kollektion schenkte. Sie wird im Herbst auch in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen sein. Konzentriert auf fast 20 Jahre stellt sie eine Auswahl des für Baselitz wesentlichen Schaffensbereichs vor mit Unikaten, Zustandsfolgen und seltenen Probedrucken. Darunter sind Blätter mit Themen wie "Helden", "Adler" oder "Bäume", in denen er die spezifischen gestalterischen Möglichkeiten der Druckgrafik auslotet. Dazu gehören die bekannten Motivumkehrungen, mit denen Baselitz seit 1969 arbeitet.

Baselitz entdeckte früh neben Malerei, Zeichnung und Bildhauerei die Druckgrafik als wichtiges Medium und experimentierte nach ersten Radierungen 1964 mit verschiedensten Techniken wie Kaltnadelradierung, Aquatinta, Holz- und Linolschnitt. Der 1938 als Georg Kern in Deutschbaselitz geborene Künstler hatte die DDR mit 20 Jahren verlassen und lebt in Bayern.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zum Tod von Jerry Lewis: Amerikas trauriger Clown
Zeit seines Lebens hat Jerry Lewis die Menschen zum Lachen gebracht. Diese Fähigkeit schien ihm angeboren zu sein. Dabei durchlebt auch der Komiker schwarze Stunden.
Zum Tod von Jerry Lewis: Amerikas trauriger Clown
Albträume im La-Le-Lulu-Land
Die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari hat zum ersten Mal am Theater gearbeitet und für die Salzburger Festspiele in Hallein Frank Wedekinds „Lulu“ …
Albträume im La-Le-Lulu-Land
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
Die Arena di Verona kämpft mit Affären und Finanznot. Hilfe verspricht man sich von einem Sanierungsplan - und einer Uralt-„Aida“.
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Er ist Kapitän der Rockband Eisbrecher, deren neues Album „Sturmfahrt“ jetzt erscheint. Wir sprachen mit Alexander Wesselsky über die neue Platte, billiges Fleisch und …
„Ein Hoch auf uns – Warum?“

Kommentare