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Anstehen für „Ekzem Homo“-Karten: Um 8 Uhr bildete sich gestern vor den Kammerspielen eine Warteschlage – zwei Stunden später startete der Vorverkauf.

Ansturm auf „Ekzem Homo“

Münchner stehen Schlange für Polt

München - Das war am Montag „Longline“ vor den Münchner Kammerspielen, frei nach Gerhard Polts Tennis-Sketch: eine rund 100 Meter lange Warteschlange vor dem Theater, von der Maximilianstraße bis in die Falckenbergstraße.

Alle wollten Karten für eine der fünf März-Vorstellungen von „Ekzem Homo“, dem neuen Stück des Kabarettisten und der Well-Buam aus’m Biermoos (wir berichteten). Am Montag war Vorverkaufsstart – und binnen anderthalb Stunden alle Tickets weg.

Die gute Nachricht: „Ekzem Homo“ wird bis inklusive Juli jeden Monat mehrmals aufgeführt, die weiteren Termine stehen allerdings noch nicht fest. Am 16. März startet der Vorverkauf für April – ob übers Internet, Telefon oder an der Theaterkasse: Die Kammerspiele bemühen sich, auf allen Wegen gleich viele Karten zur Verfügung zu stellen. Wenn nicht, wie am Montag, der Server zusammenbricht…

Gerhard Polt zeigte sich am Telefon überrascht von der Nachfrage. „Ich kam grad vom Einkaufen und hab das nicht mitgekriegt.“ Ob er mit dem Erfolg gerechnet habe? „Man rechnet weder mit Erfolg noch mit Misserfolg. Man wartet ganz neutral. Wie ein Frosch auf die Fliege.“ Er könne sich gut vorstellen, „Ekzem Homo“ auch in der nächsten Spielzeit aufzuführen. „Weil wir Lust darauf haben zu spielen, aber das muss der neue Intendant entscheiden.“ Warum das Thema Nachbarschaft, um das es im Stück geht, so aktuell ist – oder liegt der Erfolg gar nur am Polt? „Um Gottes Willen, ich hoffe und gehe davon aus, dass es die Thematik ist und wie wir sie präsentieren. Manche Themen wird es immer geben: Liebe etwa oder Nachbarschaft. Sie sind nicht aktuell, sondern akut“, sagte Polt. Und wie würde er sich selbst als Nachbar beschreiben? „Gar nicht. Das ist Aufgabe des Nachbarn! Ich würde nie von mir als Nachbarn ein Selfie machen. Auch wenn wir alle wissen, welch großartige Erweiterung so ein Selfie für die Gesellschaft ist.“

Matthias Bieber

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