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Münchner Volk und bayerische Pferde

- Wer in den Osterferien 2006 an den Nil reisen wollte, kann seine Tour getrost absagen. Denn das Nilufer bei Nacht kann er am 15. April auch in der Münchner Olympiahalle erleben - in Verdis Ägypten-Oper "Aida".

Als großes Spektakel mit rundherum 600 Mitwirkenden wird der Opernhit buchstäblich in den Sand gesetzt. 14 Lastwagen karren ihn (samt Kulissen, Requisiten und Tonanlage) zur Olympiahalle, wo er die Unterlage bildet nicht nur für den Triumphmarsch - Verdis unbestrittenes Highlight. Der niederländische Produzent dieser Hallen-"Aida", Peter Kroone, präsentierte die Aufführung bereits mit großem Erfolg in der Arena Auf Schalke (50 000 Zuschauer), in Basel, Hamburg und Hannover.

Er legt allerdings Wert darauf, dass seine Opern-Spektakel keine reinen Tour-Unternehmen sind, sondern am jeweiligen Spielort künstlerisch verankert werden. So wird am 15. April das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Patrick Fournillier musizieren. Der Philharmonische Chor - seit James Levines konzertanten Opernaufführungen auch auf diesem Gebiet erfahren - übernimmt den großen Chorpart. Allerdings werden die Münchner Chorsänger nicht auf der von Petrika Ionesco betreuten Szene mitmischen, sondern "nur" singen.

Für die imposanten Aufmärsche des Volkes, der Krieger, der Priester, der Gefangenen und Sklaven werden 300 Münchner, Männer, Frauen, Kinder, Alte und Junge gesucht, die in der Olympiahalle zu Verdis Klängen durch den Sand stapfen. Ab November soll die Rekrutierung der Statisten beginnen. Für die altägyptischen Streitwagen werden auch noch bayerische Pferde gesucht, denen die Aida-Trompeten keinen Schrecken einjagen.

Im Tournee-Gepäck enthalten sind die Solisten: Ines Salazar (Aida), Keith Olsen (Radames), Chariklia Mayropoulou (Amneris), Vittorio Vitelli (Amonasro), Stefano Rinaldi Miliani (König). Und ein echter Adler, der die Tauben in der Olympiahalle aufscheuchen wird.

Karten: 01805 - 853-753, zu 49 bis 139 Euro. Infos: www.arena-oper.de

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