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Gaben im Münchner Zenith Gas: Fettes Brot.

Konzertkritik

Fettes Brot feiern in München das Leben

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München - Fettes Brot trotzen im Zenith dem Terror mit guter Laune. Unsere Konzertkritik.

Die gehissten Frankreichflaggen vor der Konzerthalle, sie sind ein starkes Zeichen – und lassen einen doch ein wenig schaudern. Denn wer am Dienstagabend an ihnen vorbei ins Zenith ging und dabei einen Blick auf sein Smartphone warf, der erfuhr, dass in Hannover gerade das Fußball-Länderspiel abgesagt worden war, genauso wie einige Konzerte. Großveranstaltungen in Zeiten des Terrors – plötzlich gar nicht mehr so lustig.

Oder? Das sehen diese drei Jungs aber ganz anders. „Fettes Brot“ lassen sich nicht von den Meldungen aus Frankreich, Niedersachsen, Belgien und der Welt aus dem Konzept bringen – und feiern ihre Show wie immer. Diese „Teenager vom Mars“ machen gleich mit dem ersten Song eine Raumschiff-Punktlandung. „Endlich wieder Spaß, eure Lieblingsstars“, Gute-Laune-Ansage von Minute eins an. Und die wird durchgezogen bis zum Schluss.

Das Zenith hat Frankreichflaggen gehisst.

So wird aus diesem eigentlich so tristen, wieder mal von erschreckenden Nachrichten überdeckten Abend doch noch ein Fest. „Es fühlt sich nach Samstag an. Ja, einigen wir uns darauf, dass heute Samstag ist“, geben die von Natur aus nordischen Drei den Gefühlstakt für alle in der gut zwei Drittel gefüllten Halle vor.

Natürlich wird’s trotzdem auch politisch. „Fettes Brot“ können gar nicht anders. Neben den Partykrachern „Emanuela“, „Das letzte Lied auf der Welt“ oder „Jein“, neben Herzschmerz-Nummern von „Amsterdam“ bis „Für immer immer“ haben sie natürlich auch Lieder dabei, in denen sie Stellung beziehen. „Meine Stimme“ oder „Ganz schön low“. Und darauf alle so yeah und alle so woah – Arme in die Luft, mitsingen, mitfeiern, mittanzen.

Für die Zugabe wird die Märchenwald-Bühnenkulisse dann noch ersetzt durch einen Vorhang mit aufgedrucktem Plattenregal – darin alle Scheiben der spaßigen Drei. In roten Overalls gleiten sie auf Rollern zurück auf die Bühne und geben nochmal ein Medley aus den besten Hits. Das ist pure Lebensfreude. Die Freiheit muss man sich nehmen. Gerade jetzt.

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