Munchs "Schrei" wird umdatiert

Oslo - Das weltberühmte Gemälde "Der Schrei" des Norwegers Edvard Munch (1863-1944) wird nach dem Abschluss umfangreicher Restaurierungsarbeiten umdatiert.

Das kündigte das Osloer Munch-Museum an, wo "Der Schrei" und die bei einem spektakulären Kunstraub 2004 ebenfalls schwer beschädigte "Madonna" kommende Woche wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bisher galt als sicher, dass Munch sein Bild 1893 in mehreren Versionen nach einem extrem angsterfüllten Naturerlebnis im vorangegangenen Jahr gemalt hatte.

Das Museum wollte vor der Eröffnung der Ausstellung "Wiedersehen mit dem Schrei und Madonna" am 23. Mai keine näheren Angaben machen, welches Jahr nun als Produktionszeitpunkt gelten soll. Museumssprecher Jorun Christoffersen kündigte aber eine "wichtige Neuigkeit" an, die für erhebliche Debatten sorgen werde.

"Der Schrei" und "Madonna" waren am 22. August 2004 von bewaffneten und maskierten Räubern während des Öffnungszeit des Museums von der Wand gerissen worden und tauchten erst zwei Jahre später stark beschädigt wieder auf. Parallel zu den aufwendigen Restaurierungsarbeiten legten die norwegischen Munch-Experten einen neuen Werkkatalog des norwegischen Frühexpressionisten an. Während "Madonna" als komplett wiederhergestellt gilt, sind am "Schrei" irreparable Feuchtigkeitsschäden zurückgeblieben. Diese würden aber das "Kunsterlebnis nicht beeinträchtigen", sagte Christoffersen.

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