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Die Schaustelle, temporäre Plattform der Pinakothek der Moderne, von J. Mayer H. Architekten wächst empor. Rechts der Eingang der PDM, der auf die Gabelsbergerstraße hinausgeht.

Countdown: Pinakothek schließt, Schaustelle öffnet

München - Der Countdown läuft: Die Pinakothek der Moderne ist noch bis zum 24. Februar geöffnet. Dann stehen sieben Monate Sanierung bevor. Doch dafür öffnet die Schaustelle.

Mit „Countdown“ alarmiert die Münchner Pinakothek der Moderne mit ihren Museen für klassische Moderne/ zeitgenössische Kunst und für Design sowie den Ausstellungssälen für Grafik und Architektur ihre Besucher und Freunde. Tatsächlich läuft die Uhr: Ab 25. Februar ist das Gebäude für rund sieben Monate geschlossen – die Rotunde muss ertüchtigt werden. Inzwischen ist dort an der Gabelsbergerstraße ein anderer Bau emporgewachsen: die sogenannte Schaustelle. Alle vier Institutionen wollen diesen temporären Spielplatz nutzen, um während der PDM-losen Zeit über präsent zu bleiben.

Außerdem sucht man sich freundschaftliche Zufluchtsstätten. So wird zum Beispiel die Retrospektive zum Werk von Gillian Wearing im Museum Brandhorst zu sehen sein (ab 21. 3.). Und in der Neuen Pinakothek wird „Ortswechsel – Blickwechsel“, auch ab März, die Klassische Moderne mit dem 19. Jahrhundert konfrontieren – eine spannende, gute Idee.

Jetzt aber heißt es noch schnell die Opulenz der PDM zu genießen: nicht nur die Dauerausstellung von Kunst und Design, sondern auch die vielen Sonderexpositionen. Einige konnten verlängert werden, aber nicht alle. Beeilen muss man sich bei der imposanten Schau „Der Architekt – Geschichte und Gegenwart eines Berufs“ und Stefan Wewerkas witzigen Möbel-Objekten (bis 3. Februar). „Licht-Bilder“ von Fritz Winter leuchten noch bis zum 17. 2., dafür sind die frechen Karikaturen von Honoré Daumier nun länger, bis zum 24. 2. ausgestellt, genauso wie die subtilen Beuys-Zeichnungen und die lustigen „Plastiken“ von Richard Tuttle. Ganz regulär läuft die Schau über den exquisiten Urushi-Lack und Ettore Sottsass am 24.  Februar aus.

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Das Design-Museum hat auch schon für die Schaustelle geplant. Dort wird der Großmeister der Schmuck-Kunst, Otto Künzli, ab 8. März das erste Gesamt-Panorama auf sein bahnbrechendes Œuvre konzipieren – mit rund 200 Schmuckstücken und Objektgruppen inklusive Fotografien und Installationen.

Simone Dattenberger

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