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Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch will einen neuen Konzertsaal auf der Münchner Museumsinsel bauen.

Ein Musikfestival im neuen Konzertsaal?

München - Bayerns Kunstminister Heubisch (FDP) wirbt für ein Musikfestival in einem neuen Münchner Konzertsaal, das zusätzlich zu den Opernfestspielen veranstaltet werden könnte.

Auf diesen Gedanken habe ihn ein Abstecher zum Festival in Luzern gebracht. Der Minister hat dort vor einigen Tagen das akustisch hochgelobte Kultur- und Kongresszentrum besucht und sich Programm, Funktionsweise und bauliche Hintergründe erläutern lassen. „Am besten, wir bauen das Innenleben des Luzerner Saales aus und verpflanzen ihn nach München“, sagte Wolfgang Heubisch. Ihn habe vor allem überzeugt, dass der Saal neben den Konzerten auch für Kongresse genutzt werde – und dies jeweils ohne akustische Einbußen. Heubisch warb nochmals für einen neuen Münchner Konzertsaal auf der Isar-Insel des Deutschen Museums. Bislang war aus dem Kuratorium des Museums erheblicher Widerstand gekommen. Heubisch berichtete, dass in einem gemeinsamen Gespräch nun „versöhnlichere, erfrischend andere Töne“ angeschlagen worden seien. Die Stimmung sei „sehr viel entspannter“. Gleichwohl müsse er noch Überzeugungsarbeit leisten.

Der Alternative Finanzgarten sei nicht zu realisieren, betonte Heubisch. Von diesem Standort müsse man sich aus verschiedenen Gründen verabschieden – auch wenn er derzeit gehäuft in der Debatte auftauche und sich auch Mariss Jansons, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, dafür ausgesprochen habe.

Bekanntlich plädiert der FDP-Minister nicht für eine Renovierung des alten Kongresssaales, sondern für einen Neubau auf der Museumsinsel. Dies nicht allein aus architektonischen Gründen: „Finanzielle Unterstützung von privater Seite bekommen wir nur im Falle eines Neubaus.“ Bis Ende des Jahres liegt laut Heubisch das Ergebnis der Machbarkeitsstudie vor. Und wenn es noch etwas gebe, das ihn nach dem Besuch in Luzern gewurmt habe, dann dies: „Eine Schweizer Stadt mit nur 80 000 Einwohnern zeigt da einer zwanzig Mal so großen Kommune, wie ein Konzertsaal-Projekt funktioniert.“

Markus Thiel

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