Volksmusik
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Eine Blaskapelle bei der Eröffnung der Wiesn. Im Radio soll bald keine traditionelle Volksmusik mehr zu hören sein.

Proteste von allen Seiten

Nach Bayern 1 Entscheidung: Das sagen zwei Volksmusik-Größen

München – Die Entscheidung des Bayerischen Rundfunks die Volksmusik aus dem Programm von Bayern 1 zu verbannen, sorgt weiterhin für viel Ärger. Jetzt melden sich die Größen der Volksmusik zu Wort.

Die Rebellion gegen die Verbannung von Volksmusik aus dem Sender Bayern 1 bekommt Unterstützung von ungeahnter Seite: Heino und Hansi Hinterseer stellten sich hinter den Protest. „Ich bedauere die Entscheidung des BR sehr“, sagte Heino der „Bild“-Zeitung. „Denn es ist wichtig, dass auch unsere Kinder dieses Kulturgut in einem normal empfangbaren Sender vermittelt bekommen.“ Ins gleiche Horn stieß auch sein Kollege Hansi Hinterseer: „Ich finde es sehr schade, dass es die Volksmusik-Stunde auf BR 1 nicht mehr geben soll“, sagte er der Zeitung. „Es gibt viele Volksmusikfreunde, die genau diese traditionellen Lieder gerne hören.“

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Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte angekündigt, Volksmusiksendungen von Mitte Mai an nur noch auf der Digitalwelle „BR Heimat“ zu bringen (zu empfangen auch über Satellit). Damit sollten die Formatbrüche zwischen Volksmusik sowie Pop- und Rockmusik auf Bayern 1 beendet werden, hieß es zur Begründung. Gegen die Entscheidung gibt es anhaltende Kritik. Gestern protestierte nach den Freien Wählern auch die Landtags-SPD. „Ich werde für den Erhalt der Volksmusiksendung auf Bayern 1 kämpfen“, erklärte die Vizepräsidentin des Landtags, Inge Aures (SPD). Sie sitzt auch im Rundfunkrat.

Eine Petition auf der Plattform „openpetition“ fand bis gestern Nachmittag schon fast 2300 Unterstützer.

mm/dpa

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