Namensstreit um Ludwig-Musical beigelegt

- Füssen - Der Streit um die Vermarktung des Namens von König Ludwig II. ist beigelegt. Das Ludwig-Musical in Füssen und Prinz Luitpold von Bayern haben sich außergerichtlich auf eine künftige Zusammenarbeit geeinigt. Der Nachfahre des Märchenkönigs, der als Inhaber der Schlossbrauerei Kaltenberg die Exklusivrechte des weltberühmten Namens besitzt, habe sich von den anspruchsvollen Zielen des Musicals überzeugt und müsse eine missbräuchliche Vermarktung nicht befürchten, erklärte Günter Döbler, einer der neuen Investoren am Festspielhaus Neuschwanstein, am Freitag. Der Premiere des neuen Ludwig-Musicals am 11. März stehe nun nichts mehr im Wege.

Prinz Luitpold von Bayern hatte sich vor mehr als 25 Jahren den Namen von König Ludwig II. weltweit schützen lassen, um "die Marke selbst zu besetzen und sie damit nicht zweifelhaften Geschäftemachern aller Couleur zu überlassen", wie er erklärte. Dies geschehe im Einvernehmen mit der Verwaltung des Hauses Bayern, sagte der Wittelsbacher Spross.<BR><BR>Bereits mit den Machern des 2003 in die Insolvenz geratenen Ludwig-Musicals in Füssen hatte Prinz Luitpold ein Abkommen geschlossen. Er trat als Bierlieferant auf und soll zudem eine sechsstellige Summe als Lizenzgebühr erhalten haben.<BR><BR>Die neuen Besitzer des Festspielhauses Neuschwanstein in Füssen wählten für ihr neues Musical mit "Ludwig" einen Namen, von dem sie glaubten, er sei vom Markenschutz nicht betroffen. Die hochgestellte "Zwei" hinter dem Namen Ludwig hinderte Prinz Luitpold jedoch nicht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, gegen die sich die neuen Festspielhaus-Betreiber ebenfalls juristisch zur Wehr setzten.<BR><BR>Vor den Prozessterminen in Hamburg und München kam es nun zu der Einigung. Welche inhaltlichen Konsequenzen damit verbunden sind, teilten beide Seiten nicht mit.

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