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Ihre Aufenthaltsgenehmigung im Pop-Himmel ist verlängert: Nelly Furtado.

Neue Nelly-Furtado-CD: „Eine Befreiung“

München - Mit ihrem letzten Album „Loose“ ist Nelly Furtado 2006 in den Pop-Himmel geflogen. Dann kam die große Flaute. Jetzt singt sie auf ihrem neuen Album „Mi Plan“ nur noch Spanisch.

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Ein Superstar in der Ideenkrise. Mit ihrem letzten Album „Loose“ flog Nelly Furtado 2006 in den Pop-Himmel, lieferte gleich vier weltweite Nummer-1-Hits ab, darunter den hypnotischen Schmachtfetzen „All Good Things (Come To An End)“, den sie sich zusammen mit Coldplay-Sänger Chris Martin einfallen ließ. Madonna, runter vom Thron, hier kommt Nelly!

Doch nach „Loose“ war nichts mehr los. „Ich war müde und völlig uninspiriert“, erinnert sich die Kanadierin. Die Lösung, ungewöhnlich fürs große Pop-Business, in dem man gern auf Nummer sicher geht: Beim Nachfolge-Album „Mi Plan“, das heute erscheint, macht die 30-Jährige alles anders, singt nur noch Spanisch, und klingt mit ihrer erdigen Stimme plötzlich wie Shakira nach einem Rendezvous mit dem Marlboro-Mann. Ursprünglich sollte „Mi Plan“ „My Plan“ heißen – doch wegen Furtados Schreibblockade schlug der kanadisch-kubanische Popstar Alex Cuba ihr vor, es auf Spanisch zu probieren. „Das hat richtig Spaß gemacht“, meint Furtado, Tochter portugiesischer Eltern, „es war wie eine Befreiung“.

Die Qualität ihrer fantastischen ersten beiden Alben „Whoa, Nelly!“ und „Folklore“ erreicht „Mi Plan“ zwar nicht – aber die spanischen Songs zwischen Pop, Latin und Folk lassen Nellys Stimme endlich wieder mehr Platz als Timbalands Hip-Hop-Gebräu auf „Loose“. Hübscher Latinpop zwischen „Corazón“ und „Emoción“ mit viel Hit-Potenzial – Nelly Furtados Aufenthaltsgenehmigung im Pop-Himmel wird verlängert.

Jörg Heinrich

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