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Die Ausstellungen verzeichneten einen Besucherrekord.

Neo-Rauch-Doppelschau: 250 000 Besucher

München - Am Kunstmarkt ist er schon lange ein Star. Nun hat Neo Rauch zwei deutschen Museen einen Besucherboom beschert. Mehr als 250 000 Kunstinteressierte sahen sich seine Werke in München und Leipzig an.

Die Neo-Rauch-Doppelschau in München und Leipzig hat bislang mehr als eine Viertelmillion Besucher angelockt. Damit war sie wenige Tage vor ihrem Ende bereits für beide Museen jeweils die erfolgreichste Ausstellung überhaupt, wie die Häuser am Donnerstag mitteilten.

In der Pinakothek der Moderne in München sahen sich bisher 165.000 Menschen die Werke des Leipzigers an, ins Museum der Bildenden Künste in der Heimatstadt des Malers kamen 92 000 Besucher. An diesem Sonntag geht die Doppelretrospektive “Neo Rauch.Begleiter“ nach vier Monaten zu Ende. Die je 60 meist großformatigen Werke kehren danach wieder zu ihren Besitzern zurück.

Sensationeller Erfolg

“Das ist sensationell“, sagte Kurator Bernhart Schwenk im dpa- Interview in München. Rund 5000 Ausstellungskataloge wurden in der Pinakothek verkauft. “Bei einer Ausstellung zur Gegenwartskunst wären 50 000 oder 60 000 Besucher schon ein enormer Erfolg gewesen. Und jetzt sind es dreimal so viele geworden“, sagte Schwenk. Mit Glück soll die Zahl in München noch auf 180 000 Besucher steigen. “Viele Menschen haben Neo Rauch durch die Ausstellung für sich entdeckt.“

Schon zur Begrüßung des 75 000. Besuchers in der vergangenen Woche hatte der Direktor des Leipziger Bildermuseums, Hans-Werner Schmidt, gesagt: “Das ist für dieses Haus und für Neo Rauch eine wunderbare Leistung.“ Neo Rauch hat nun Gunter Sachs vom Podest verdrängt: Die Ausstellung “Gunter Sachs - Die Kunst ist weiblich“ hielt bisher den Besucherrekord in dem Leipziger Kunstmuseum.

Überwiegend aus privaten Sammlungen

In der Pinakothek der Moderne war bislang “Max Beckmann. Exil in Amsterdam“ die erfolgreichste Ausstellung. Die 120 Werke Rauchs, der als Meister des Surrealen gilt, stammen überwiegend aus privaten Sammlungen und blieben der Öffentlichkeit bislang verborgen. Einige kamen frisch aus Rauchs Leipziger Atelier.

Die Schau wurde aus Anlass seines 50. Geburtstag organisiert. Eine Finissage soll es in München nicht geben, weil der Andrang viel zu groß wäre. In der Heimatstadt des 50-Jährigen führt Museumsdirektor Schmidt am Sonntag selbst durch die Schau - und zieht sein persönliches Resümee.

dpa/lby

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