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Neuer Band "Asterix in Italien"

Mit Vollgas durch Italien

Der neue Asterix kommt heute raus - leider fehlt etwas 

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Fans dürften den Tag sehnsüchtig erwartet haben: Am Donnerstag kommt der neue Asterix-Band (Asterix in Italien) in den Handel. Wir haben schon darin geblättert - und eine kleine Enttäuschung erlebt.

Oben sehen Sie unsere beiden gallischen Krieger in Aktion. Aber stimmt da was nicht…? Richtig: Nicht Asterix hat die Zügel in der Hand, sondern sein dicker, pardon: etwas beleibter Kumpel Obelix. Weil: In „Asterix in Italien“ will der bärenstarke Hinkelstein-Lieferant auch mal ans Ruder, und Asterix ist sozusagen der Co-Pilot. Fest steht: Beide geben wieder ordentlich Gas. 

Und das kommt so: Weil die römischen Straßen zwar ein mächtiges, stangerlgrades Symbol für Fortschritt und Mobilität sind(schließlich führen alle Wege nach Rom), allerdings auch in einem desolaten Zustand, führt der Senat einen Propaganda-Wettkampf quer durch Italien ein – Ablenkungsmanöver der Politik, hat sich ja bis ins Heute gehalten.

Und am Rennen dürfen alle besetzten Gebiete teilnehmen. Natürlich will Caesar, dass der Römer, also der richtige Römer, das Rennen gewinnt. Sonst wäre das ein Imageverlust ohnegleichen, sprich: der autoritäre Achsenbruch. Allerdings machen ja Asterix und Obelix zufällig auch mit –und erleben auf der Wettfahrt allerlei Abenteuer, die es in sich haben. 

Die beiden Gallier erleben wieder viele Abenteuer - doch etwas fehlt

Da blickt in der Toskana plötzlich die Mona Lisa aus einem Fenster, dass sogar der eher hartgesottene Asterix vom Lächeln verzaubert ist; da schaut Obelix bei Chianti etwas zutief in die Wein-Amphore der gastfreundlichen Winzer, worauf er zu seinem besten Freund sagt: „Der Turm steht schief.“ 

Derartige charmante, pfiffige und federleichte Details gibt’s zuhauf – auch die dritte Zusammenarbeit des Künstlerduos Didier Conrad und Jean-Yves Ferri gibt ordentlich Gas. 

Künstlerduo Didier Conrad und Jean-Yves Ferri.


Und die Zeichnungen sind allerschnellster Galopp– einfach grandios! Und dennoch bleibt noch Luft nach oben: Den Zaubertrank einer magischen, voll auserzählten Geschichte, wie es Goscinny und Uderzo zu ihren großen Zeiten konnten – wir denken etwa an „Die Lorbeeren des Caesar“ oder den „Avernerschild“ – haben die „Neuen“ noch nicht getrunken. 

Am Ende wartet ein genialer Coup

Vielleicht geht das aber auch nicht mehr in unserer schnelllebigen Zeit: große Geschichten entwickeln mit Zug und Zunder. Wenn unsere Gallier schließlich in Neapel ins Ziel kommen (nein, wir verraten hier natürlich nicht, wie vielter sie wurden), ist zwar das Actiontempo hoch, aber das dramaturgische eher Zone 30. 

Eines müssen wir allerdings doch verraten, weil’s ein ebenso anrührender wie genialer Coup ist: Am Ende reichen die Sieger den Pokal weiter – als Symbol für Widerstand gegen Unterdrückung und für Verbrüderung. Denn, auch das kriegt „Asterix in Italien“ toll hin: Rom gab es nicht. Nur Völker unter Rom. Auch in Italien. Ab Donnerstag im Handel.

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