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Er bleibt den Zuschauern erhalten: „Ekzem Homo“ mit Gerhard Polt ist an den Kammerspielen regelmäßig ausverkauft. Klar, dass der neue Intendant auf diesen Publikumsmagneten nicht verzichten will.

Spielplanvorschau 2015/16

Kammerspiele: Der Neue hält nicht nur Polt die Treue

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München - Matthias Lilienthal wird acht Produktionen aus der Intendanz seines Vorgängers weiter an den Münchner Kammerspielen zeigen.

Wenn am 9. Oktober mit Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ die erste Spielzeit von Matthias Lilienthal als Intendant der Münchner Kammerspiele beginnt, wird manches anders werden im Haus an der Maximilianstraße – und im Spielplan (wir berichteten). Doch der künftige Leiter der städtischen Bühne wird nicht bei Null anfangen, sondern übernimmt acht Produktionen, die bereits unter dem scheidenden Intendanten Johan Simons erarbeitet wurden.

Dazu gehört etwa dessen Inszenierung „Ekzem Homo“ mit Gerhard Polt, Christoph Well, Michael Well und Karli Well, die seit ihrer Premiere am 7. Februar mit enormem Erfolg läuft – so sind die beiden nächsten Vorstellungen am 18. und 24. Mai bereits wieder ausverkauft (die Vorstellungen am 27. und 30. Juni gehen am 16. Mai in den Vorverkauf).

Auch unter dem neuen Intendanten gehört Brigitte Hobmeier zum Ensemble der Kammerspiele – Lilienthal übernimmt gleich drei Inszenierungen mit der Münchner Schauspielerin: „Susn“ von Herbert Achternbusch (Regie: Thomas Ostermeier), „Die Zofen“ von Jean Genet (Regie: Stefan Pucher) und Schillers „Maria Stuart“ (Regie: Andreas Kriegenburg). In den „Zofen“ ist auch Wiebke Puls zu sehen, die ebenfalls am Haus bleiben wird. Weiter zum Kammerspiele-Ensemble gehört künftig zudem Thomas Schmauser. Der Schauspieler, der immer wieder auch Regie führt, arbeitet gerade an seiner Inszenierung von Brechts „Mutter Courage“. Premiere ist am 20. Mai; der Abend wird ebenfalls in die neue Saison übernommen. Außerdem bleiben „Warum läuft Herr R. Amok?“ nach Rainer Werner Fassbinder (Regie: Susanne Kennedy) und Martin Sperrs „Jagdszenen aus Niederbayern“ (Regie: Martin Kušej) im Spielplan.

Ein herber Verlust für die Kammerspiele ist dagegen der Weggang von Steven Scharf, der vorerst als freier Schauspieler arbeiten wird. Zumindest als Gast bleibt er dem Haus jedoch verbunden, Lilienthal übernimmt Lot Vekemans’ „Judas“ mit Scharf in der Titelrolle (Regie: Johan Simons).

Wie berichtet, leitete der 68-jährige Niederländer Simons die Münchner Kammerspiele seit dem Jahr 2010, damals wurde er Nachfolger von Frank Baumbauer. Zum Ende der Spielzeit 2012/13 hatte Simons angekündigt, seinen Vertrag in München nicht verlängern zu wollen – er unterschrieb stattdessen als Intendant der Ruhrtriennale und leitet das Festival heuer zum ersten Mal. In seiner letzten Spielzeit als Chef der Kammerspiele liegt die Auslastung derzeit bei 74 Prozent, wie das Haus auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.

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