Neuerscheinung: „Weltnaturerbe: Wattenmeer - Dolomiten“

München - Gegensätze ziehen sich an, weiß der Volksmund. Und wer in dem gerade erschienenen Bildband „Weltnaturerbe: Wattenmeer - Dolomiten" (Verlag Soltau-Kurier-Norden, 100 Seiten; 19,80 Euro) schmökert, kann dies bestätigen - und zugleich widerlegen.

Denn das Wattenmeer und die Dolomiten, diese einzigartigen Lebensräume in Mitteleuropa, ihre Menschen und ihre Flora und Fauna haben mehr gemeinsam, als man denken mag.

Ausgangspunkt für das opulente und liebevoll zusammengestellte Buch, das Dirk Ippen, Verleger unserer Zeitung, herausgegeben hat, war im Juni des vergangenen Jahres die Entscheidung der Unesco, jene Naturlandschaften in die Welterbeliste aufzunehmen. Unmittelbar danach begaben sich Autoren und Fotografen auf Spurensuche an der ostfriesischen Nordseeküste, dem nördlichsten Ende des deutschen Sprachraums, und in Südtirol, an der südlichen Grenze zum italienischen Sprachgebiet. Die Ergebnisse dieser Erkundungen - eindrucksvolle Aufnahmen von den Weiten des Meeres und schroffen Bergen, von den Menschen, Tieren und Pflanzen der Region - sind im Buch gegenübergestellt. Ergänzt durch geschickt gewählte Auszüge aus dem Schöpfungsbericht, Lyrik und wissenschaftlichen Erläuterungen treten die Lebensräume in einen spannenden Dialog. An dessen Ende steht die Erkenntnis von der schützenswerten Einzigartigkeit unseres Naturerbes. Und was gerade noch in weiter Ferne gewähnt wurde, ist plötzlich ganz nah.

Michael Schleicher

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