Neues Testament von Pavarotti? - Gerüchte um Familienstreit

Rom - Wenige Tage nach der Beerdigung des Opernstars Luciano Pavarotti gibt es in Italien Gerüchte um einen Erbstreit. Der "Tenorissimo" soll kurz vor seinem Tod ein neues Testament verfasst haben, berichteten italienische Medien.

 Grund: Die Ehe mit seiner zweiten Frau Nicoletta Mantovani sei nicht glücklich gewesen. Eine langjährige gute Freundin und Vertraute Pavarottis - die Ärztin Lidia La Marca - sagte der Turiner Zeitung "La Stampa", Mitte August habe ihr der Sänger gesagt, dass er privat sehr unglücklich sei: "Seit ein paar Jahren quält mich Nicoletta, sie lässt mich ganz alleine leben, isoliert mich, selbst Freunde kommen mich nicht mehr besuchen, und sie spricht schlecht über meine Töchter."

Mantovani denke "immer nur ans Geld, sie kommt mit irgendwelchen Dokumenten, die ich unterschreiben soll", habe er hinzugefügt. "Entweder ich schieße mir eine Kugel in den Kopf oder wir trennen uns", zitierte das Blatt La Marca.

Nach Angaben des Notars Luciano Buonanno soll der Sänger am 29. Juli in Anwesenheit von zwei Zeugen sein letztes Testament verfasst haben. "Aber ob es dabei Veränderungen zu eventuellen früheren Testamenten gegeben hat - von deren Existenz und Inhalt ich nichts weiß - das weiß ich nicht", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa. Pavarotti und seine 30 Jahre jüngere ehemalige Sekretärin Mantovani hatten Ende 2003 geheiratet. Aus der Ehe stammt eine gemeinsame Tochter. Aus seiner ersten Ehe hatte der Maestro bereits drei erwachsene Töchter.

Pavarottis Töchter hatten am Dienstagabend in einem Brief Spekulationen über ein neues Testament dementiert: "Davon wissen wir nichts." Allerdings gebe es ein Testament, das in wenigen Monaten eröffnet werden soll. Die Nachrichten über angebliche Streitigkeiten in der Familie machten sie sehr traurig, fügten sie hinzu.

Bei Pavarotti war im vergangenen Jahr Krebs an der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert worden. Am vergangenen Donnerstag erlag er im Alter von 71 Jahren in seiner Heimatstadt Modena seinem Leiden.

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