Simon Boccanegra

Verdi erntet Jubel und Buhs

München - Die zweite Neuinszenierung von Verdis "Simon Boccanegra" an der Bayerischen Staatsoper ist überwiegend positiv aufgenommen worden. Ein paar kräftiges Buhs gab's aber auch.

Nach „Rigoletto“ hatte das Münchner Haus am Montagabend die eher selten gespielte Verdi-Oper „Simon Boccanegra“ zur Feier des Verdi-Jahres 2013 auf den Spielplan gesetzt. Inszeniert wurde das Werk von dem russischen Regisseur Dmitri Tscherniakow, dessen düster-psychologisierende Deutung des Stoffes neben Jubel auch einige kräftige Buhrufe provozierte.

Star des Abends war der serbische Bariton Zeljko Lucic in der Titelrolle des genuesischen Dogen Simon Boccanegra, der nach 25 Jahren wieder auf seine verschollene Tochter trifft. Die Rolle der Amelia Grimaldi, Tochter des Boccanegra, wurde von der ebenfalls heftig umjubelten lettischen Sopranistin Kristine Opolais interpretiert. Viel Zustimmung auch für Dirigent Bertrand de Billy am Pult des Bayerischen Staatsorchesters.

Der kleine Verdi-Zyklus zum 200. Geburtstag des italienischen Komponisten wird zu Beginn der Münchner Opernfestspiele 2013 am 27. Juni mit „Il trovatore“ komplettiert, in dem Startenor Jonas Kaufmann die Partie des Manrico singen und dabei sein Rollendebüt geben wird.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Albträume im La-Le-Lulu-Land
Die griechische Filmemacherin Athina Rachel Tsangari hat zum ersten Mal am Theater gearbeitet und für die Salzburger Festspiele in Hallein Frank Wedekinds „Lulu“ …
Albträume im La-Le-Lulu-Land
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
Die Arena di Verona kämpft mit Affären und Finanznot. Hilfe verspricht man sich von einem Sanierungsplan - und einer Uralt-„Aida“.
Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Er ist Kapitän der Rockband Eisbrecher, deren neues Album „Sturmfahrt“ jetzt erscheint. Wir sprachen mit Alexander Wesselsky über die neue Platte, billiges Fleisch und …
„Ein Hoch auf uns – Warum?“
Kas mit Karoline
Das New Yorker Regieduo 600 Highwaymen versuchte sich im Auftrag der Salzburger Festspiele an Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“. Lesen Sie hier unsere …
Kas mit Karoline

Kommentare