Nicht nach der Lüge leben

- Er ist der großartige Chronist der Geschichte seines Landes, der einstigen Sowjetunion: Alexander Solschenizyn. Acht Jahre seines Lebens hat der Schriftsteller im Zwangslager, anschließend drei Jahre in der Verbannung verbracht. Die Erlebnisse hat er literarisch verarbeitet.

<P> Die Welt kennt seine Werke, kennt den "Tag im Leben des Iwan Denissowitsch", kennt den "Archipel Gulag". <BR><BR>Jetzt hat der Literaturnobelpreisträger den ersten Band seiner Aufsehen erregenden, historischen Dokumentation über die russisch-jüdische Geschichte vorgelegt. Sie umfasst die Jahre 1795-1916. <BR><BR>Das Ergebnis: eine spannende Darstellung der wechselseitigen Beziehungen, ein interessantes Defilee großer Persönlichkeiten, eine Korrektur der offiziellen Vergangenheit in wesentlichen Punkten. <BR><BR>Solschenizyns Credo, das ihm nicht nur im totalitären Sowjet-Regime Probleme bereitete, macht er auch in seinem jüngsten Werk geltend: "Nicht nach der Lüge leben!" <BR><BR>Was diese neue Arbeit so bedeutend macht: Das ist der Mut des Autors. Er will nicht spalten, "deshalb tauche ich in die Ereignisse ein, nicht in eine Polemik".<BR><BR>Alexander Solschenizyn: "Zweihundert Jahre zusammen"<BR>Herbig Verlagsbuchhandlung, München. 560 Seiten <BR>Preis: 34,90 Euro.<BR></P>

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