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Nikolaus Harnoncourt wird mit dem Romano-Guardini-Preis ausgezeichnet.

Harnoncourt erhält Romano-Guardini-Preis

München - Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt (82) wird an diesem Donnerstag in der Katholischen Akademie in München mit dem Romano-Guardini-Preis ausgezeichnet.

Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt hat nach eigenen Worten "vieles in der katholischen Kirche als erstarrt erlebt". In einem Internview mit dem Münchner Merkur (Dienstagsausgabe) sagte er, er habe sich allerdings abgewöhnt, etwas zu kritisieren, wenn er keine Chance habe, etwas zu ändern. Harnoncourt (82) wird an diesem Donnerstag in der Katholischen Akademie in München mit dem Romano-Guardini-Preis ausgezeichnet."Ich empfinde Guardini als ähnlichen Pessimisten wie mich", sagte der Dirigent. Er bezeichnete sich als "Pessimisten mit Hoffnung". Harnoncourt: "Der blinde Optimist, der in allem nur das Schöne sieht, ist für mich ein Trottel." Nach eigenen Worten ist Harnoncourt ein praktizierender Christ. Für ihn existiere keine Grenze zwischen geistlicher und weltlicher Kunst. "Eine vom Transzendentalen losgelöste Kunst kenne ich nicht." Bei schöpferisch großer Kunst gebe es immer "einen Zusammenhang mit dem Göttlichen".

mm

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